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Full text of "Einige bemerkungen über den napoleonischen Julius Cäsar .."

871 

fo.Wnyii 



UNIVERSITY OF, 

ILLINOIS LIBRARY, 

AT URBANA-CHAMPALGM 

CLASSICS 



Digitized by the Internet Archive 
in 2013 



http://archive.org/details/einigebemerkungeheyd 




371 



be8 



Stettin, £ 



rcomtt 



gu bev am greitag bem 21. September 1866 9tad)rmttag$ um 2 Vi Ut)r ftatt flnbenben 

Ä6tturtenten=(£ntforfung 



unb bem 






efjrerbietigji unb ergcbenfi einlatet 

Sivectov, imMPrtffSJjorT 



-*H>-3>-®€HF<£*«- 



1. Einige SBemerfungen über ben üftapoleomfdjert 3uliu3 Safar. 

2. <&d)ulnad)rtd)tfn »ort Wlityatliü 1865 btd babin 186b'. 

33eifcrö »on rem £)ivector 



(Stettin. 

Dxud fcon 9?. ©rajjmann. 

4- 



91 I 



€iiüge Bemerkungen über kn Hapo leimt fdjen jhtliua Cäfar, 



^t©.te £cnben$ bed SBucfyed, fo roeit cd big jegt*) »erliegt (1. £(jetf), ift flar audgefprocfyeit 
in ber SBorrebe. 3)iefe * enthält eine 5ln^a^l 2tnftd)ten, beren 2leu§erung roentgftend für ein ge* 
bitbeted t> e u t f d) e d publicum ntdfot mefyr nöttn'g ift. <Die Sebrcn unferer ^ilofopfyen unb #ifto* 
rifer jtnb fo tief in bad 23eroußtfein unfered SBolfed eingedrungen, t>a^ cd ntcfyt mefyr einer 
Erinnerung an bie „Regeln ber 2ogif" bebarf, um und oerftänblicf) ^u machen, „ba§ ein bem 
Slnfcfyeine nad) unbebeutenbed @reigntß niemald roicrjtige (Srgebniffe herbeiführt ofyne eine »orfyer 
beftebenbc Urfacfye, roelrfie erlaubt l>at, ba% bied geringfügige Gfretgnijjj eine große 2Birfung fyersor* 
braebte. 3Der gunfe »erurfacfyt nur bann eine gewaltige geuerdbrunft, roenn er auf brennbare 
Stoffe fällt, bie bereite sorber aufgehäuft roaren." (£d beburfte für und ber 2fnfül)rung ber in 
ber £bat fcpnen 2Borte SJtontedquieu'd nicbjt, bie biefer oor mel;r ald 130 3^ren in feinen 
Considemtions sur les causes de la gTandeur et de la decadence des Romaius fd)rieb: 
„üfticfyt ber 3ufall (la fortune) ift es, roelcfyer bie 2Belt befyerrfcfyt. . . @d giebt allgemeine Ur* 
faaVn, feien ed moralifcfye, feien cd p^ftfcfye, roelcfye in jeber 3Ronard)tc roirffam ftnb, jte er* 
beben, ffe ermatten ober jte ftür^en; alle (Sretgmffe ftnb tiefen Urfadjeu unterworfen, unb roenn 
X>a$ Ungefähr (le hasard) einer Sdilacr;t, b. b- eine befonbere Urfac()e, ben Staat ^u ©runbe 
gerichtet bat, fo gab cd eine allgemeine Urfacfye, welche berotrfie, baß biefer Staat buref) 
eine einige Sd)lacf)t gu ®runbe gel>en mußte; mit einem 2öorte, ter ®ang in ber £auptfacbe 
füfyrt alle befonberen (£retgniffe gerbet." (£d roar öiclleic^t erf orberltd) , biefc ©ableiten grau* 
gofen gegenüber anjufübren, hei reellen bie Sluffaffung SBoltaire'd nod) immer »on gewaltiger 
(ginroirfung ift, ber ed liebt, mit ffeptifcfyem Sinne unb farfafttfcfyem #o(me bad 23ebeutenbe 
aud ben geringfügigften Urfacfyen herzuleiten unb ber üt großen Männer fyauptfäcfyiid) in ber 
^ammerbienermanier betrachtet, — roenn gleich auefy er Anflüge »on 33erounberung md)t $u 
unterbrücfen vermag. So rote t>k angeführten 2ludeinanberfe£ungen bed SBerfafferd richtig ftnb, 
fo ftnb bie meijten ber Sßorrebe — freilid) mit fef>r erheblichen (Sinfcfyränfungen — angelernten, 



: ) 3-aimav 186» '». 



um fo mebr als fte burcbauS nid^t neu ftnb, ttielmebr Sebermann fte anerfennt. 9ttemanb wirb 
beftreiten, baß ber Uebergang son ber gretbctt gur ßnecbtfdjaft fett Eäfar - wenn ber ©er* 
faffer tiefen Uebergang einen „blinben" nennt, fo ift ba$ $u »iel gefagt — einen allge^ 
meinen ©runb fyattt, welker „nad) ©ebicffatebefttmmung" — fo wirb man wobl ba£ 2ßort 
fatalement f äffen fönnen — bie Sftepubltf tterfyinberte, $u ber Sftcinbeit ibrer früheren Einrid)* 
tungen ^urücf^ufe^ren ; aud) baS wirb man md)t beftreiten, freiließ obne erft bie £ogtf barum $f* 
bemüben, baß man an ber langen Dauer einer Einrichtung ben 93ewetS ibrer (Mtc erfennen 
fönne (obgleich aueb $cancM nod) bauert, wenn ee innerlicb ftd) bereite überlebt bat, man 
benfe an bag beutfebe Sfoicb lange 3abre oor 1806); ebenfo ift anjuerfennen, „baß man an 
bem unbeftreitbaren Einfluß eine£ 9ftanne£ auf fein 3«()fl)unbert ben ©ewete feinet ©eniee 
babe." Wt »ollem Stecbte tabelt ba^er ber ©erfaffer 1>U $ablreicbcn £tflorifer, bie wir, ©ott 
fei Dan!! jefct in «Deutfc^lanb naefy unb nacb gän^lid) r>erfd)winben feben, „welche cS leidster 
ftnben, bie genialen Männer ju serfleinern, als ftcb burd) einen boebb^igen ®eiftesfd)wung — 
par une genereuse inspiration — ju ibrer £öhe $u erbeben, inbem.fte i^re großartigen Sib* 
ftebten burd) flauen ;" ja e£ ift entfdjieben ju billigen, wenn er, m$ freilid) laum ber Wlütyt 
wertl) war, bie nichtigen ©rünbe, welche bei alten (Scfyriftftellern ben £anbhmgen Eäfarä untere 
gefeboben werben, prücfweift, wobei er nur niebt 9fted)t r>at / eö eine „fleinltcbe Deutung" — 
une mesquine Interpretation — $u nennen, wenn man gefagt bat, „Eäfar fei beßbalb ge* 
tobtet werben, weil er ftcb tyabt jum $önig macben wollen." 2Ber bie ®efd)id)tc ber ©er* 
fcfywörung unb bie ®rünbe fennt, welche bem Eäfar ben ÄönigStitel wünfcben$wertb matten 
(jte&e auger Drumann 3. ©. 687 befonberS ^ommfen - 2. Auflage — 3. <5. 463 ff.), ber 
fann biefe Deutung nicfyt f letnltd) nennen ; wabrfd)einltd) bat ftcfy ber ©erfaffer biefer ©emerfung 
nicfyt entfcfylagen mögen, um son ber $öbc feiner Smperatorenftellung t>crab ben Königen $u$u* 
rufen: „als ob Eäfar für feine 3^itgenoffen ebenfo rou für bie üftacfywelt niebt größer war al£ 
alle Könige!" 

§art an ba$, im (Ganzen betrachtet, riebtige ©erwerf ungöurt^eil über ba£ Unterf Rieben 
fleinltdjer ©rünbe bei großen Saaten reibt ftcfy mit »ollem Sftecfyt biegrage unb Antwort: „2lber 
an welchem 3 e ic^ en [otl man bie ©röße eines? SftanneS erfennen? Sin ber £errfd)aft feiner 3been, 
wenn feine ($5runbfä£e unb fein Aftern tro£ feinem £obe ober, feiner Sftieberlagc triumpbiren. 
3ft e£ niebt in ber ZW bie Etgentbümlid)feit be£ ®eme$, bie Vernichtung gu überleben unb 
feine $errfcbaft auf bie folgenben (Generationen ausgubebnen?" 2Ber wirb biefen ©ebanfen be«' 
fämipfen wollen! tro£ ötelem ©ebenHicben , baö bie Qcit ber 3mperatoren barbietet, beftätigt t&n 
in ber ^auptfacbe bie 3Römifc^e ®efd&tc^te. 5lber ber ©erfaffer bättt nic^t einen ©ewetö auf* 
ftellen fotlen, beffen llnricbtigfeit auf platter $anb liegt. Er febreibt: „Eäfar öerfebwinbet unb 
fein Einfluß ift nod) gewaltiger afö wäbrenb feinet gebend, ©ein ©egner Eicero ift genötbigt 
au^urufen: 5llle £anblungen Eäfarö, feine ©rbriften, feine 2öorte, feine ©erfprec^ungen, feine 
©ebanfen fyaben mebr 5?raft nac^ feinem £obe, al^ wenn er noc^ lebte." (Eicero au feinen 
greunb oticus, XIV, 10.) 5Belc^e ©ewunberung ber ®röße Eäfar^ fogar »on leiten einee^ 



ßtcero! wie beugt er ftd) bem (Sinfluß felbfl be$ ermorbeten 2)tctator6! Unb bod) fdjreibt er 
etwa nocfy neun Monate nad) bcm SDJorbe an ben £reboniu£ (ad fam. X, 28): „2Bie fefyr 
wollte id), bu Wtte(t mid) $u jenem berrlidjen ©djmaufe an ben 3ben be$ 9ftär$ eingaben! 
eä würbe nid)t£ übrig geblieben fein" — er meint, aud) 2lntoniu$ wäre getb'btet worben. 2öie 
(timmen beibe Steuerungen mit einanber? (Setyr einfach in folgenber 2öeife. -iftadjbem am 
17. SD^är^ bcr «Senat befcfyloffen, 2llle3, voaü ßäfar getban unb »erfügt l;abe, foüe be£ allge* 
meinen heften, ber (£tntra<$t wegen gültig bleiben, benu£te ber ßonful Antonius nicfyt bloä alle« 
<£d)riftlid)e, tvaü ftd) nur irgenb wie oon bem «Dictator »orfanb, fonbern er beftaefy aueb beffen 
<£d)retber gaberiuS, welker getieft bie #anb feinet ehemaligen £errn nad^ualmien oerftanb, 
unb ber nun alle möglieben Urfttnben, ®efe£e, ©enatgbefc|lüffe, (goiete, 3Bed)fel, ©nabenbriefe 
»erfaßte ober oerfälfcfyte (f. 2)rumann 1. ©. 94 unb 109); baber fdjreibt Gicero an ben 2ltticue 
(XIV, 9): „£) ifyr guten (Götter! bie £i)rannei lebt, ber Styrann ift gefallen! 2Bir freuen un$ 
über ben £ob be$ (Ermorbeten, unb bod? halten wir feine £anblungen aufredet." 3m folgenben 
©riefe fprid)t er bann bie von unferm $erfaffer angeführten 2Borte au3, in benen nichts enthalten 
ifr, al£ $lage über bie im tarnen Safari ausgeübten Betrügereien beS $lntoniu3, aber wabrlicfy 
nicfyt eine Slnerfennung ber (S5rö^e @äfar£ ober beffen, woran man bie ©rbße eine« Cannes 
erfennen foll. $'m fyat ntebt ßä'far „bie Vernichtung überlebt", fonbern man fyat b e trüger ifd) er 
2Beife feinen tarnen bem gemeinften (betreibe be« @f)rgetze3 unb ber @ewinnfud)t untergefdjoben. 
— 2)od) mau fann vielleicht biefe gewiß begrünbete SlueftelJung einer möglicher 3Beife abftd)t£- 
lo£ unrichtig angeführten ©teile ebenfo für fleinlicb galten, alä jene oben erwähnten fleinlidjen 
Deutungen, man wirb fte allenfalls bem jenigen verleiben, ber ftd) nid)t entfcfyließen fann, bie 
£)inge au0 ifyrem 3ufawmenbang $u reißen; übergangen fonr.te biefe 2leußerung be£ ^Berfaffere 
nid)t werben, ba fte im innigften 3^fammcnl)ang mit beffen (Sjruntanfcfyauung ftebt, bie ebenfo 
in ber SBorrebc als im 35uct)e felbft b^roortritt. 3« ber SSorrebe beißt e«: „Skleren größeren 
gelter giebt e£, al« bie überwiegenbe 33ebeutung jener bevorzugten üffiefen - la preemjaience 
de ces etres privilegies — nicfyt an^terfeunen, bie von Qnt $u Qnt in oer ©efd)td)te wie 
§eucbttl)ünne — comme des pliares himineux — crfcfyeinen, weld)e bie ginfterniß it>reö QciU 
alter« ^erftreuen unb bie 3uninft erbellen? 2ÖolIte man biefe Überwiegente Sebeutung leugnen, 
fo würbe man ber 9Jcenfd)f)ett Unrecht tfyun, inbem man fte für fäl)ig hielte, auf bie Sänge unb 
freiwillig eine £errfcbaft $u ertragen, bie nicfyt auf wafyrtyafter (S5rö§c unb auf unbeftreitbarer 
üftüfclid)fett beruhte. Saßt im« togifcb fein, fo werben wir gerecht fein." 2)iefe bevorzugten 
Söefen, tük (Säfar, $arl ber ®roßc, Napoleon, ftnb e«, „welcbe bie SSorfefyung entfielen lä^t, 
um ben SSölfern ben 2ßeg ^u geigen , bem fte folgen muffen, um einer neuen Slera ben Stempel 
ifyreä ©enieö auftubrürfen , um in wenigen 3afyren bie Arbeit mebrerer Sabr^unberte gu vollenben." 
5Bir ^aben l)ier vor unö ben (SultuS beö ©entu^, mit ttrvaü bunter Slu^fd&mücfung 
verfünbigt. S3ergleid)en wir biermit eine ©teile beö fcfyarf benfenben unb einfach rebenben Slrifto* 
tele«. <£r fagt in ber folitxt Bucb 3, Kapitel 8 (Becfer 1284 a 3 u. f. w.; na* ber lieber* 
fefcung von Sta^r ©. 205 unb 208): „®efe$t e« giebt im (Btaak einen 2Henfd(jen von fo 

l* 



4 

überragender Ütugenb Qvoaovrov ScacpsQoov xav aQSTTJg vneqßolriv — preeminenee) , ober 
ir>rer mehrere, beren Sfaga&l jebocfy einen (Staat nic|t aufzufüllen oermöcfyte, baf bie £ugenb unb 
ba£ polittfcfye Vermögen aller Zubern mit benfelben (£igenf$aften jener 9D?ebreren ober jenes 
(guten überhaupt gar ntctyt $u vergleichen mären, fo ftnb folcfye SDtofcfyen nicfyt mebr al£ ein 
Z\)tx\ be3 ©taatS anheben. Sb^en roürbc Unrecht gegeben, roenn man tlmen gleiche 9?ed)te 
mie ben Uebrigen guerr^ettte, roä'brenb fte biefen an £ugenb unb poltttfctyer ©röpe fo ungteid) ftnb; 
öielmebr märe dn fold)er $cann roie ein ©Ott unter ben SDtafcben gu betracbten (waneq ydg 
■d-eov ev äv&QwTtoig slxdg elvai rov toiovxov). — gür -ilftenfcfyen ber obigen 2lrt aber giebt 
e£ fein @efe£; benn fte felbft ftnb bae» (35efe£. — (£$ bkibt nichts übrig, als, roaS aucfy roobl tu 
ber ^atur ber <&afyt liegt, t>a$ %Ut einem folgen Planne gern gcl)ord)en uno baburcb $u erfennen 
geben, baß er roie feinet ©leieren eroige Könige in X>cn <5taatm ftnb." 28emt bier bem 2lrifto; : 
tefeS, roie |>egel in ber ®efd)id)te ber g>^ilofop^ie (2. 53. (5. 401) gerotf? mit dtcfyt bemerft, 
„fein 2lleranber oorfd)roebte, ber einem ®otte gteiety b^rfeben muffe, über ben üftiemanb berrfeben 
fönne, nid)t einmal ba£ ®efe|," barf man ba rool)l ba£ Urteil Napoleons III. über (Säfar 
tabeln? 3d> fyabe ntc^t roenige beutfcfye Vcurtbeiler jtcb über bie Histoire de Jules Cesar 
äu§ern boren, roelc^e bie Xfyat be£ (Säfar in ibrer moralifdjen Berechtigung gu unterfud)en ftcb 
bemübeten unb ben großen Wlann oor ben 9ticbterftnl)l ber bürgerlichen ©erecfytigfett unb ®eroiffen* 
^aftigfeit ^ogen, uneingeben! ber Beobachtung, bie man bä allen Männern, roelcbe bie ®efd)id()te 
grof nennt, machen fann, bag fte, um Staunt für t^re ©ebattfen unb ir;re Saaten $u erbauen, 
oiele Sftenfctyen unb steleS boeb aud) nicfyt gan$ Unbered)tigte jur ©eite fd)ieben ober über ben 
Raufen roerfen muffen. (&$ ift in ber £l)at eine je£t noety febr müßige unb fcfyon längft, unter 
2lnbernt burd) bie (Stefcfytcbte felbft, beantwortete grage, ob (Säfar berechtigt geroefen ift, bie 
9tömifcfye Stepublil in eine Wlonaxfyu um^tmattbeln unb jtd) an bereu <Spi£e ^u ftellen. &$ ift 
mit Wienern biefer 2lrt fo rote e£ in ©d)illerg 2öallcnftein \tifyt [%tt 1, ©cene 5): „ftetS ber 
$errfd)öerftänbigfte, beliebt ibm ($uftas §lbolpb) £tt fagen , follte ^errfcfyer fein unb $ö'ntg." 
ÜPcur serftebt ee fid) oon felbft, ba$ alleö Unrecht, ^a$> in ber Sluflebnttng gegen beftebenbe (Se^ 
roalten unb in ber Vernichtung lang ^ergebrad^ter ßuftä'nbe liegt, oon berartigen priotlegirten 
Söefen mit in ben $auf genommen werben mu§. ©o fagt benn aueb ^egel in Begebung auf 
ßäfar (g)btlofopbte ber ©efcbicfyte <&. 322): „5Ba^ fold)e Subblbuen in biefen 3^ten tl)un, ift 
bie Rubere ®erec^ttgfeit bee ©cltgeifteß , unb bennoc^ ift x>a$> , roaö fte gegen ba£ ©eltenbe voll^ 
bringen, ein Verbrechen." Unb ©exilier legt mit dletyt feinem 2ßallenftein gleichfalls über (Eäfar 
folgenbe 2öorte in ben Sftunb (5lct 2, ©cene 2 gegen @nbe): 

„SSSaö t^u 1 ic^ @cfyttnimerc§ , 
3U8 jener (Säfar tfoat , be§ s Jlatite noc^ 
33t§ l)eut ba§ §öd;fte in ber Seit benennet? . . . 
3d) fpüre tx>a§ in mir Don feinem ©eift. 
©ieb mir fein ©littf! S)ag s Inbre toitt tdj tragen." 

2)ie6 Rubere freiließ, mae ju tragen, ift nebft Vielem aueb biee, M$ — rote es ^ter 
Sßallenjiein t^ut — jeber Beliebige, ber ftd) roiber Stecht unb Drbnung aufrotrft ober ber, um 



einen, wie er meint, beffern 3uftanb ber £)inge, aU ben gegenwärtigen , berbet^ufüfyren, ©eroalt 
ausübt, (Site bricht, 2Jccnfd?cnlebcn opfert, — ftd) mit bem 23eifpiele be6 erfolgreichen ©eroaltfamen 
entfd)u(bigt unb rechtfertigt nnb feine £b<*t al£ ein öom SBeltgeift, oom ©efd)id, »on ber $or* 
febung ober roie es nun eben jeber ©inline nennt — ßrommell fagte, oon Oott -- gebilligte^ 
Eingreifen in ben $um SBerberben fübrenben d5ang ber Gegebenheiten begetc^net. |)icr fommen 
mir an ben ^ernpunft ber 91apoleonifd)en Sluffaffung. 3n ben 2luefprüd)en: „Diefe prioilegirten 
Sßefen lägt bie $orfel)ung (la Providence) entfteben, um ben Golfern iljre 2Bege äu.meifen; 
ber burd) t>a$> ©cfct>icf (le destiii) oorfyerbeftimmte gall eine£ 3ufta n be£ ber £)inge lägt ftd) nid)t 
um einen £ag »ergögern" (©. 23, öergteicfye ©. 407), in biefen 2lu£fprüd)en ift ber ©elbftbe* 
ftimmung ber fyanbetneen $erfonen eine $u geringe 23ebeutung »erliefen, e3 liegt in ibnen etwaü 
»on jener fataliftifdjen 2luffaffung beö gebend, melier fclbft ber erfte Napoleon, tro£ feinet ge* 
wältigen ^ofttioiemue* unb bc6 gros bon sens, ben bie gran^ofen an ibm rübmten, bod) nict)t 
fremb mar. 2Benn er oon feinem ©lern fpracb, ben er, mie (Begur (histoire de Napoleon et 
de la grande armee) berichtet, fogar am b^en £age fal), roenn aud) er, roie unfer SBerfaffer 
am (Ed)lug beö l. 23anbe3 (8. 410) »on ßäfar fagt, „an feine 23eftimmung glaubte unb SBer^ 
trauen gu feinem ©enie baue, menn biefer (glaube ein S^ftinct unb nid)t eine Q3eredmung mar, 
unb bae ®ente bie 3ufunft edmte, obne beren gcbeimnigoollen ©ang öorbe'qumiffen", fo ftnben 
nur, bag bem freien (£ntfd)lng, ber gefebieftcu güfyrnng bc£ 3itbioibuum£ &u roenig Diedjnung ge* 
tragen ift. 3war fprad) and) (Säfar auf jener befannten (türmifdjen (Eeefabrt oou feinem ©lud; 
aber er bat ftd) niemals tollfür)n, blinblinge in Unternebmungen geftürgt, meil er etroa blo£ auf 
fein ©lud rechnete; ba6 eben ift an ibm grog unb bebt il;n über alle feine 3 e ^ö euo ff cn / ta § 
er nid)t allein, roie ber SBerfaffer ©. 4iO fagt, „gefd)idt wat, bie Umftänbe $u bennj3e:t", fonbern 
bag er, mef)r als bie£, in aüen gällen feineö Gebens bie völlige Sefonnenbeit, 3elbftbeberrfd)itng, 
füble Ueberlegenbeit eineö feiner felbft geroiffen ®eiftes bewahrte, ber, menn er auc^ niebt OTe3 
öorl;enriffcn unb »orberb eftimmen fonnte, roa$ ibm förberltd) fein mürbe, bod) nid)te unterlieg, 
toa£ tym in einem gegebenen gaüe nu£en lonnte, unb mit grögtem ©ebarfjtnn ta$ ibm IDien* 
\\&)t oorber berüdftct)ttgte. (So ift anjunebmen, bag (Säfar nic^t, roie ber $erfaffer ©. 410 fagt, 
„ben blinben Dünfcl i)atk, bag er ftd) für fäbtg fetelt , bie (Sreigniffe gu fc^affen, bie in ber |>anb 
©otteö allein liegen"; aber mau ift gemig bered)tigt, x\)\\ ftd) in jebem 5lugenblid feiner ^aufbabn, 
namentlid) feit bem £riimtotrat, al^ bereit oorguftellen , sott jebem (Sreignig, ba^ eintreten mürbe, 
ben für feine Slbftcbten uaffcntften ©ebraud) gu mad)en. 2)er SBerfaffer mirft am (Snbe be^ erften 
SBanbe^ (S. 409), a(6 ßäfar im ^Begriff ift nac^ (Pallien abzugeben, bie grage auf: „$amt 
man mit S^ec^l fagen, bag (Sä'far, al^ er J)roconful geroorben, nad) ber unnmfc|ränften ©emalt 
ftrebte? 9^cin, bei feinet Slbretfe racb ©aOien fonntc er ebenfo mentg an bie ^errfebaft über 
SRom benfen, al^ ber ©eneral 23onaparte bei feiner Slbreife nac^ S-alien im Safyxe 179. bie 
Äaiferberrfc^aft a^nen fennte." 2Babrlid> ein fcfylimmer S3ergleic^! Der 9J(ann, melcbem tie 
2lbftcl)ten nnb ^b^ten ber ©raceben befannt maren, ber ^ariuö' unb euüVe ^errfc^aft erlebt 
fyatte, ber mrnigftenS feit bem 3al)re 70 o. (Sb-, b. b- feit gwplf 3abren, in alle 5)arteiftreitigfeiten 



6 

unb Umtriebe verwicfelt mar, vor beffen 2lugen, vielleicht unter beffen SDcttwiffen Satilina feine 
frevelbaften s JMäne beinahe auSgefübrt, ber Die faft unumfcfjränfte Wlatyt beS $ompeju£ gefetyen 
unt> bann ftd) mit ftiüem SBofylge fallen an beffen fraglicher Sßerlaffenfyeit geweibet (jattc, ber 
5Wann follte nicfyt wenigftenS an bie 9Jcöglid)fett gebaut baben, x>a$ er bereinft auf irgenb eine 
2Betfc ftcfy an bte ©pt£e be£ 9cömifcben (Staate würbe Urningen, ba§ er bureb Unterwerfung 
d5al(tcnö ftcf> bie 2fta$t würbe verfcfyaffen fönnen, bte ibn befähigte , .über ade Ruberen empöre 
Zufteigen,? 2Bar boefy ^ompejuS, alö er nad) Scrnidjtung beö $titl)ribateS unb nad) ber Unter* 
werfung beS Drientö wieber in Stalten erfdjien, nafye baran gewefen, ba£ $u tfyun, ma3 Säfar 
fpäter getrau fyat; er tfyat e£ nur niebt, weil er niemals ber SUcann war, nacb allen vorberettenbeu 
©dritten ben legten, entfe^etbenben ^u tbun, — unb Gäfar, »oll (Sntfcfyl Offenheit unb ftetS feften 
23licf3 in baS (S3cvr>oge ber 3ftömifd)en s 21nard)ie bineinfcfyaucnb, rafd) im §anbeln, einftrlitgvoll, 
verklagen, follte nid)t mit jt'd) barüber im klaren gewefen fein, baj? in $om Qsiner fyerrfdjen 
muffe, follte ftcf) ntc^t mit bem ©ebanfen vertraut gemacht l)aben, bajj er fctfyig fei, bie 31 (lein* 
fyerrfdfoaft gu übernehmen? £)a§ er nicfyt jere <£in$elnbeit beregnen, ntebt alle i\)m l)interfyer fo 
günftig geworbenen Umftänbc vorder ausklügeln, nicfyt taxan benfen fonnte, feine mit $ompejuo 
»ermatte £od)ter werbe früf) fterben, Graffiti werce im Äampf mit einer fremben Nation um* 
fommen, fftom unb 3talien werten bura) ben 5Morb beS ßlotiuS tu 33ranb gefegt werben, bebarf 
nid)t ber SBcrftcfyerung; aber er tbat wenigftenS feit feinem ßonfulat SlllcS, wa£ i(mt bereinft 
fö'rberlid) werben fonnte, wenn günftige Umftänbe eintraten; er gewiß wollte ftet) nie vorzuwerfen 
fyabcn, baß er ben Slugenbltcf ber (£ntfd)etbung ängftlicb Me vorübergehen laffen, wie ee> $om* 
pejus gettyan , unb ba§ er geringer gewefen als fein ©lud 2Bie fann man ben (Säfar be3 3^ 
reo 58 v. Q£\)x. mit bem IBonaparte be3 3af>vc£ 1796 vergleichen? m$ war biefem Umgenannten 
3afyre vorausgegangen, ba£ felbft bem pfyantaftifcbften ©elfte ben ©ebanfen an bie SBeftimmung 
eingeben fonnte, bereinft £err über jene s Jtepubltf $u werben, bie nur erft vor wenigen 3df)ren 
baS morfd} unb fyaltungeMoS geworbene $öntgtfyum befeitigt hatk^ 2Bann l)atte fcfyon einer ber 
ftegreicfycn geleerten jener Qüt *>fe ÜRögltc^feit geahnt, ba§ man an bie ©teile ber Dtepubltf 
eine SJcüitärfyerrfdjaft fefcen fonne? 2Bat)rlic^ , bie jämmerlich gefütterten SBerfudt)e £afat)ette'ß 
unb Ü)umourie^ in ben Saferen 1792 unb 93, burd) $tilitärmad)t £)rbnung in $arte IjcrzuftcUen, 
fonnten felbft einen ebrgei^igen ©eneral ntcl)t gur 9?ad)al)mung verlocfen, gefc^weige benn ba§ ftc 
in if)tn bie wcttau^fe^enbften plane $u weefen vermochten (£o unglücflid) ber 33ergleid) Säfarö 
unb Napoleons an biefer ©teile ift, fo wenig fann man jtd) bie fyöd)ft gutmütige, faft naioe 
3umutfyung gefallen laffen, ftc^ ben nad) ©alltcn ^iehenben Sniperator vor^uftellen alö nur erfüllt 
(©. 410) „von fyofyen 53ei)ptelen, bie er vor Slugen l)atte; er trat ruhmvoll in tu gugftapfen 
eineö ©cipto unb Slemiliuö $attlu^. /y 3« ber SBerf affer offenbart unö fc^on l)ier, wie eigentlich 
däfar ^ur Dictatur fam: w Der.ßa§ feiner geinbe gwang tf)n, bie 2)ictatur p ergreifen wie 
©ulla, aber für eine eblere ©acfye unb mit einer von Dtacfye unb ©raufamfett freien Haltung." 
3Bäre bie 3lnfüt)rung nic^t $u fenrril, fo möchte man an galftaff in .^einric^ bem Vierten 
(1. Z^dl, 5. 5lct, erfte ©cene) erinnern, ber fagt: „Die Rebellion lag i^m vor ben giijjen unb 



ba nabm er fte auf." ßäfar fyat feine guten ©rünbc, wenn er im Bellum civile ftd) aU ge* 
jungen burd) feine geinte unb ftetö gum grieben geneigt f Gilbert, bte gefd)id)tlid)e Soweit 
weiß ben ©runb biefer (Sd)ilberung , aber sugleicfy aucfy ben <Sad)oerl)alt. Dber $at ber 23er* 
faffer etwa einen SBergleid) im (Sinne mit ber Sfrt, wie fein Dbeim ftd) bic ßaiferwürbc über* 
tragen lief, bie anjunebmen ilm aud), fo Jtcg ed ja, ber #aß unb bie 23erfd)wörung feiner gcinbe 
veranlagten? 2fnter6 als Napoleon III. urteilt über Gtäfar Sftommfen (Xfycil 3, (Seite 196), 
beffen 2leußerungen id) $war aucfy nicfyt im (Einzelnen untertreiben möchte, ber aber bod) gewiß 
barin ^Rec^t bat, baß er il)n nicbt rote eine oon ber Providence unb bem destin oorgefcbobene 
(Scbacbftgur, fonbem al£ eine nacb freier (Selbftbeftimmung unb im Haren 33ewußtfein über bie 
33ebeutttng feiner £l)at banbelnbe 5)erfönlid)feit barftellt. 

@£ ift nicfyt obne 3ntereffe, bie grage auswerfen, warum wofyl ein einftcbtiger unb Karer 
$opf, ber bod) ber ^Berfaffer unbeftreitbar ift, ftcb fo febr oerblenben faun, wie wir e£ in bem 
bier näljer bemäntelten fünfte gefeben b a ken. 2)te ^Beantwortung tiefer grage fübrt un3 ju 
einer wefentlictyen (Seite feiner gefd)id)tlid)en 2lnfd)auung, fte nötigt unä bie unoerbüllt beroor* 
tretenbe 2lbftd)t fetner ©efd)icfytefcbretbung näfyer inS 2luge $u faffen. 3Bir baben bereits tie 
©orte ter SBorrebe »ernommen, bie SBorfelntng (äffe 2Ränner wie (Säfar, $arl ben (Großen, 
Napoleon entfteben u. f. w. SJcerfwürbig, baß 2lleranber ber ©roße übergangen ift, ben man 
bod) gewöbnltd) mit in bie 3^ctt)c biefer prootbenttellen unb prioilegtrten Männer fteüt; gewiß ift 
e$ nicbt obne 2Jbjtd)t gefcfyefyen, bocfy würbe e£ une $u weit führen, wollten wir biefer b^r nad)* 
geben, $arl ber ©roße aber, ober -otelmebr franjöjtrt Charlemagne, ftebt nicbt obne ©runb 
^a^ befanntlid) liebte e$ Napoleon L, ftd) als gortfe^er Charlemagne^ $a betrachten (f. SJlommfen 
3. 33anb ©. 464), tbn ben germanifcfyen gelten als granjofen, ber aud) über einen großen 
Ztyii Deutfd)lanb£, Stalten^, (Spaniens geberrfcfyt babe, anfeben $u (äffen ; aitcb fann man ftd) 
ja oon $arl bem (großen febr gern bie folgenben 3öorte gefallen (äffen # namentlich baß er gu 
ben SÖefen gebore, „welche einer neuen 5lera ten Stempel it)reö ©enieS auftrürfen." £)ic oiel 
berufenen 2Borte aber, welche nunmehr folgen, geben nur auf Qtäfar unb Napoleon: „©lütflid) 
bie Sßölfer, welche fte begreifen unb ibnen folgen! we^e benen, wehte fte oerfennen unb fte be* 
fämpfen! Sie banbeln wie bie 3uben, fte freudigen ibren SJcefjtaS; fte ftnb blinb unb ftrafbar: 
blinb, benn fte feben nicbt, wie obnmäcfytig ibre Slnftrengungen ftnb, ben fdt)lteglidt)en £riumpb 
be£ ©uten gu bemmen; ftrafbar, benn fte oergögern nur tm gortfdjritt, inbem fte feine fcbleu* 
nige unb frud)trcicbe Entfaltung binbern." Unb fo fprid)t benn aud) ter SBcrfaffer fogleirb oon 
bem 3)(orbe Safari unb ber ©efangenfd)aft gu ©t. ^elcna. 2)er erfte Napoleon \^at gern über 
Äarl ben ©roßen hinaus an Sä'far angefnüpft, unb fein ITceffe feunt ntd)t0 $öbereö a(0 beibe 
mit einanber gu oergleic^en. <£$ gebort, wenn man oon biefen Sßorten ber Sßorrcbe au^ge^r, 
wenig ©c^arffmn bagu, nic^t b(oö einzelne Sleußerungen aufeuftnben, bic an (Sc^lagworte beö 
Dbfinte erinnern, fontern aueb, xoaü tiefer greift, bei bem Eintreten gewiffer entfcfyeibenber Mo- 
mente in ter (Srga'blung, ba wo Eäfar genannt ober gebaut wirb, ben tarnen Napoleon mit bem 
feinigen gu oerwedbfeln. 5lu^ tiefem ©runbe Ijabe ic^ für biefe 5lueeinanberfe^ung bic Ueber* 



8 

fdjrtft: „Den napoleonifcben SuliuS ßä'far" gewählt, bemt man fann m'djt »erlernten, baß (Säfar 
napoleomftrt ober Napoleon cäfariftrt werben foll. §eigt eS boefy, ber faiferlidje ©efd)icbtSfd>reiber 
^abe ntd^t efyer nad)gelaffen , als bis man ber bilblicfyen £)arftellung beS alten !Hömerö eine un* 
»erfennbare Slebnlicfyfeit mit bem Stifter ber je£t fyerrfcfyenben StynafKe »erliefen, So ift biefe 
nun einmal, tfyr Empire foll bem $ömifd)en Imperium ber erften ^aifer^eit gleiten; tote weit 
fte bewußt ober unbewußt im ©Uten wie im Schlimmen 9ted)t fyaben, möge bafytn aufteilt bleiben/ 
eS fommt fyier nur barauf an, baS gel)lerbafte in einer fo ftarl betonten 3ufammenftellung (Sä'farS 
unb Napoleons T. ^eröor^ubeben. (So groß man aud) »on Napoleon benfen mag, fo wirb man 
bod) feine Qcxt nid)t mit bem 3 e ttabfd)nittc, »on welchem fte nur einen £f)eil bilbete, »erwecbfeln 
bürfen. £)cr Umfcfymung ber <Dinge feit bem 3^re 1789 tft fo gewaltig gewefen, bag felbft 
berjenige, welcher funf^elm 3^bre lang als SWeinfyerrfdjer feine 3 e ügenoffen in (Srftaunen unb 
Sdjrecfen fegte, nur als einer »on ben gactoren ber Bcränberungen, welche bie 2Belt erlitt unt> 
nod) erleibet, gu betrauten ift, nicfyt aber als ber einzig unb allein bererbtigte SluSbvucf berfelben. 
2)te 3been, welche feit jenem ßtttyunftc bie üUcenfdjen bewegen, ftnb wafyrltcfy nid)t, wie man 
fycut jtt £age an ber Seine nod) immer offtciell behaupten möd)te, burd) Napoleon in ibrer ein* 
fad)ften, wabrften unb reinften SBeife »erfinnbilblicfyt. (£r ift ein fräftigeS ©erzeug in ber #anb 
ber @efd)id)te gewefen, um ber Slnardjtc Stillftanb $u gebieten, um ftagnirenbe SSo'tfer in frifcfyeS 
geben hineinzutreiben, um baS an »iclcn £)rten in Stotfen geratene Blut ju rafdberem ^ulftreit 
aufzuregen, um, wie eS ja aud) baS ©ewitter unb felbft baS @rbbeben tt)ut, Samenförner weit* 
fyin $u »erftreuen, bie auf empfänglichem Boben gute grücbte l)cr»orbringen fonnten, — aber wer 
nidjt jtefyt, bag er »on bem fyödjflen 9Ud)ter aller ÜDinge »erworfen worben ift, ber »erfleht niebt 
bie Sprache, in welcher bie ©efc^ic^te (t$ »ernelmibar mad)t. Napoleon ift nid)t bureb eine 
ZW gefallen, welche, wk ber 5Jcorb beS (Säfar, ben Stempel ber üftidjtigfeit an ftd) trägt; er 
ift geftüqt, weil er ber SBclt unb ber SaaV, ber er bätte bleuen follen, nicfytS mefyr nüfcre, ja 
weil er »on biefer abgefallen war; er ift ntebt gefallen m bem, was er Stoffliches, 3^^Ö ema ^ e ^/ 
mit ben beften (Elementen beS ^»rincipS, auS bem er ber»orgegangcn, UebercinftimmenbeS gefdjaffen 
fyat, fein gall ift eine golge ber Verleugnung gerabe ber guten unb ftfrbernben Seiten ber 
9fie»olution fo Xt>k ber ©rünbe feiner eigenen Erhebung, eine golge ber lleberfpannung feiner 
5ibftd)ten, eine golge beS Qtfytmä'rifdjen in feinen Unternehmungen. Seine #crrfd)aft tyaüe, je mel)r 
er ftd) in tt>r befeftigte, beftomefyr aufgehört bie beS 9ied)tS unb beS @cfej3es $u fein, fte war in 
bie ber 2Öillfür unb ber ©ewalttfyätigfeit ausgeartet; bie mit bem Soble beS Staats »ertrag* 
liefen Berechtigungen ber einzelnen Bürger, weld)e bie 9tt»olution inS geben gerufen, waren 
burd) Maßregeln beS 5lrgwobnS, beS 3nigtranenS, ber £eibenfd)aft, beö unbeugbaren Sigen* 
willens gebrochen unb niebergetreten worben ; ft(\ü burd) weife (Sr$tefyung unb einftcbtS»olle Pflege 
ber ftttlic^en Elemente bie $cenfd)en ju einer felbft in granfreid) möglidien bürgerlichen grei^eit 
fyeranzubilben unb biefe auf ©efegmägigfeit unb Orbnung $u begrünben, tyatte ber s 2lllein^errfdjer 
bie ebelften £ugenben, welche nac^ ben cntfe#Ud)en Entartungen ber Sc^rec!enSjal)re boc^ nod) 
in »ielen ber beften Söbnen bee BaterlanbS ftd) regten, als ^irngefptnnfte unb Scbwärmereten 



»erfyölmt, er fyarte sor Willem bie (Ettelfett, bie 9htbm* unb $runffud)t, t>tc ®ier nadb materiellen 
(Gütern unb ®enüffen gefördert, bamit bei ber allgemeinen (Srniebrigung ber eine, »on ©elbfr* 
fudjt nnb £oct;mntr; erfüllte $lann ftcb ju einer unnahbaren (Stellung über alle Uebrigen erhöbe, 
alle Uebrigen bemüßigte unb öon ftety abhängig machte. <£o fyatte fogar in granFrei$, um 
nur »on biefem, nicfyt au$ son ben übrigen burefy i(m gefriedeten £änbern $u fprecfyen, feine 
®röße immer mel)r tfyre frften ®runblagen »erloren, 9Uemanb fyatte fte mein* untergraben, aU 
er felbft, je weiter, er ftd)' »on ben ©runbbebingungen feiner (Srfyebung entfernte, befto unserer 
unb f^roanf enter mußte feine Wlafyt werben; nicfytä ift baljer crflärtid-er, nicfytö naturgemäßer, 
nid)t£ - - um ein £ieblinggwort unfern $erfaffer£ anjuwenben — logifeber, als fein ©tuq. 
©agen roir bieS etroa nur, mir Deutfcfyen, bie am meiften öon irjtn gelitten unb bie ifyn am 
glüfyenbften gefaßt l)aben? 53efanntlid) berrfcfyt unter einftcfyttgen gran^ofen, unter benen, meiere 
ntefet üon bem (Klange beg neueren $aiferreid)6 geblenbet ftnb ober ftcfy if?m »erfauft fyaben, 
nur bie eine ©ttmme, baß er fallen mußte, wenn granfreid), wenn Europa, auf benen er 
rote ein 2tlp lag, aufatmen unb, märe eg aud) auf weiten Umwegen unb nad) fielen Srntngcn, 
eine bem wahren gortfetyritt angemeffene (Sntwtcfelung nehmen follten. 2ßie fann man bason 
fprecfyen, „ba£ öerfcfyworene (Suropa fyabe Napoleon mit bem £)ftraci3muß" belegt! 2Benn je 
eine 53eftrafung »on bemjenigen bersorgerufen worben ift, ben jte getroffen unb gefällt fyat, fo 
ift e£ biefe allgemeine (Srfyebung ber SSölfer gegen ihren etfemen Unterbrücfer gewefen. greiltdj 
hat ftd) ein £t;eil jener ^rop^e^eil^ung beö (befangenen t>on ©r. Helena bewahrheitet, welche bie 
SBorrebe am ©d)luß nacfyfpricfyt: „2Bie üiel Äampf unb 33(ut fett 1815!" aber einmal, wie l)at 
er Europa bn feinem ©tur$ bjnterlaffen, imb zweitens barf biefer $ropbet, gelinbe gefagt, nic^t 
bie arge ©elbfttäufclmng begeben, üon „bem ©uten" ju fpreefyen, „ba$ er ber $cenfcb^ett l)abe 
erweifen wollen." 2)iefe£ ®ut? it)r ^u erwetfen, l)at er Seit unb Wlatyt genug gehabt; baffelbe fo 
rätfyfelfyaft ausbeuten, ofyne aud) nur einigermaßen näljer $u be^eidmen, worin ee befreien follte, 
ift freiließ bie napoleonifc&e 2Beife, bie wir feit ber SBeröffentlicfyung feiner Denfwürbigfeiten fennen, 
mit beren Slbfaffung er in (5t. Helena bie traurige $tuße feiner ®efangenfd*aft auegefüllt hat. 
dx mag ftd) bort felbft getäufcfyt fyaben, biejemgen fyat er nid)t tauf eben fönnen, welche bie Singen 
für bie SBafyrfyeit offen gehabt fyaben. Unb follte nun fein üftad) rommltng, über beffen Idees 
napoleoniennes bie 2Öelt ebenfo flar urtbeilt a\$> über bie 2)enfwürbigfeiten beö DfyeimS, bau 
9ted)t fyaben Dürfen, jenen al£ ben gelben ber greil)eit an^upreifen, feine ©ieger — alfo aud? 
unfern ^önig griebrid) 2Bilbelm III. — al£ bie ben 9tteffta3 freu^tgenoen 3uben $u branbmarfen? 
I)a^ (Sine ift in ber Xhat ebenfo fc^limm als ba£ Slnbere. 

2Benn man bie neuere ($efd)id)te bctxatyttt, fo gebort ein erheblicher ®rab »en ©gen* 
bünfel unb ^oc^mutl) ba^u, baS fran^öftfd)e S5olf at^ ben einzigen ober auc^ nur al^ ben be* 
beutenbfien gactor ber geiftigen (Sntwicfelung lobpreifen p wollen, bie ftd; fett längerer 3^il unb 
^war nicfyt erft feit ber $Reüolution üoll^ie^t. Den großen Sulturoöllern ftnb bie »erfdjiebenen 
Collen be^ gewaltigen £)rama$ jugewiefen, unb e^ ift unter Slnberm nur ein 2lct lange öer* 
nac^täfftgter ©erec^tigfeit, wenn weniger öorimfyeitööolle fran^öftfe^e ©c^riftfteller unferer £age 

2 



10 

ben maggebenben (Stnflu§ anerfennen unb ju würbigen Wiffen, welken fccutfdje gorfcfyung, beutle 
$ritif, beutfcfye $l)ilofopl)te auf bie Befreiung be£ ®eifk$ »on SBorurttyeilen unb Säumern, 
weldien beutfetye Bilbung auf bie görberung ed^ter Humanität ausgeübt baben. 2)a$ ift ja eben 
ba$ (£igentfyümlid)e ber legten ad)t$ig Satyr?, t>ag nicfyt ein einzelner Wlann, nid)t einzelne ^>er^ 
fönlicfjfeiten ber richtige 5luebrucf berfelben ftnb, ba§ man nic&t, wie aon einem 3«talter 8ub^ 
wig£ XIV. ober gricbrid)£ bee @ro§en, fo aud) bon einem 3«talter Diapoleond fprecfyen fann; 
baf srielmefyr gan$e ÜDcaffen bon $>erfonen, ba# berfetyiebene Golfer mttwirfen an ber gewaltigen 
Bewegung, in beren Beretd) wir und alle beftnben. 2)iefe @rfd)cinung möchte e£ benn aud) 
wofyl befonberä fein, weldje und bafür ©ewäfyr leiftet, ba§ wir nid)t nur nid&t fielen bleiben, 
fonbern in einem watyrfyaften gortfcfyritt begriffen ftnb. £)tefer gortfcfyritt $erbricfyt unb zermalmt 
felbft bie grogartigften 2Ber^euge, beren er ftd) eine 3fit tong bebient l?at, wenn ftd) ibre $raft 
abgenu£t unb fte ihre Bebeutung verloren fyaben. 2)a§ aber ber grofe Napoleon ein berartigeä 
benu#te$, »erbraud)te£ unb hü Seite geworfene^ SBcrfyeug gewefen ift, wer wirb bieS leugnen, 
al$ ber jenige, welker ta$ £>eil t>er Bölfer in ber SBteberberftclhmg ber gormen ftefyt, unter 
oenen er feine §errfd)aft begrünbet baue? Napoleon bat nie ben wa^aft freiftnnigen unb eblen 
©ebanfen unb Beftrebungen ber neueften Qm gefyulbigt, bie ^runffomöbie beö 9)?aifelbe$ in ben 
bunbert £agen bat in iljrer £ofyll)eit unb Llnwal)rl)eit einen traurigen @inbrucf beroorgebracfyt 
unb ein jämmerliches @nbe genommen, unb wenn man ftd) jefct in granfreid) immer mebr regt 
unb rüfyrt, um bie fehlerhaften «Seiten beä 9hpolconi£mu$ innerlich $u überwiuben, fo ift baß 
übrige (Suropa weit babon entfernt, bie (Segnungen beffelben unb be£ neuen ßäfarentfyumä jtcfy 
$u erfebnen ober fte ftd) aufbringen laffen 31t wollen. 2öobin man feine Betrachtung wenbet, 
mu§ man fagen: Napoleon fyat nicfyt ben Golfern ben 5öeg gewtefen, bem fte folgen follen, er 
bat nidjt einer neuer Slera ben (Stempel feinet ©eniuS aufgebrücft, er fyat niebt in wenigen 
3afyren bie Arbeit mehrerer 3afyrbunberte bollenbet, er gleist niebt bem bon ben 3ut>en gefreut 
$igten Sftcfftas! 

2Bte »erhält e£ ftcb nun aber mit (Säfar? Bon ifym fann man in ber Xtyat behaupten, 
er begeid^ne einen wefentlicfyen 2Benbepunft in ber 2öcltgefd)id)te, wa£ wofyl oon ber franko ft'fcfyen 
Stoolution, aber nicJjt oon Napoleon aufgejagt werben barf. ßäfar l;at ber ©efebidjte feinet 
Bolfeä mc ber ganzen bamaligen gebilbeten $cenfd)l)ett btc Balm gewiefen, weldje fte bann 
3a^rbunberte ^inburä) gewanbelt ift; er ift ber 2lu£brucf unb t>a$ Symbol feiner 3^t, er tritt 
ba ein, wo ba£ 9tömifd)e $eid) ber 9tepublif^cit, eine ber erl;abenften gefd)id)tli$en «Schöpfungen, 
ftd) überlebt unb aufgelebt ^atte, nadjDcm eö alle ^änber, bie ftd) um bau TOttelmeer ^erum 
neigen, in ftd? bereinigt unb gufammengefa§t; er rettet ba£, waü nod) lebenefäbig ift unb giebt 
ifym eine neue @eftalt, er ift nid)t etwa ein Xl)eil ober ein gactor ber ft'cfy boll^iebenben 9leöo^ 
lution, fonbern er fd)lie§t X)k 9teoolutiou in fid) ^ufammen unb »ollenbet fte, ja er ift fie mit 
allen i^ren ^erftörenben unb aufbauenben Elementen. Die wirflid) gro§en unb förbernben ©e* 
banfen, welche er gefaßt unb nad) benen er feine (Einrichtungen audgefü()rt hat, bie Sinfe^ung 
ber einheitlichen (Gewalt, X)k Ausgleichung ber beiben £aupttfyeile bed Orbis terrarum , bee 



11 

Nömifcben unt> be$ £ellenifcben , bie Stdjerung, £ebung unb aümäblidbe ®leicbfrellung ber fxo* 
singen, bie ßioiliftrung Der hinter bem fyerrfcfyenben 23olfe surücffrebenben , noct) tyalb roben Na* 
tionen be$ 2Beften£, bie Regelung be£ ginangwefeng , bie Herbeiführung äufjerer Drbnung unb 
©icfyerbeit in Nom, in 3talten, in allen feilen be$ S^etd^eö , bie£ Me$ ift nad) ibm in ber 
£auptfact)e fo geblieben, wie er ee gebiltct ober angebahnt batte, unb felbft wenn f8 unter feinen 
Nachfolgern Scfyeufale gegeben bat, für beren @rifreng, gewig mit Unrecht, unfer ©cfd^td^tö^ 
fcbreiber 33ruru£ verantwortlich macbt, tnbem er gegen ba3 @nbe ber SBorrebe fcfyretbt: „93rutu$ 
fyat nicbt bie .^errfcbaft be3 2Iuguftu3 verbinbert, n>or>l aber bat er bie be£ Nero unb be$ (Sali* 
gula möglieb gemacht," beren auftreten oielmebr eine leict)t erflärlid)e golge ber buret) Safari 
Sage unb buret) bie £)tnge fetner 3tit norbwenbig geworbenen, auf ^Nilitärmacbt begrünbeten 
Unumfcbränftbeit ber ^aifergewalt gewefen, fo ift freilicb burä) berartige £errfd)cr febr Sßieleä 
gemigbraucfyt, verfd)lect)tert, verborben toorben, aber bie ®runblagen ber ©raatgemriebtung blieben 
3abrbunberte lang befteben, unb bag von ibm aufgerichtete ®ebäube ftürgte erft barnteber, al$ 
ee buret) ben neuen ®eift einer, jeben einzelnen SNenfcfyen innerlicb befreienben Religion in feinen 
(SJrunbfefkn unb in allen £beilen gerfejjt unb von äugen r>er burdt) frifebe, noeb md)t gefcbirijtlidt) 
verbrauchte SBölferfräfte umftürmt war. So bat ber ßäfarianiemus bes eckten ßä'farö eine für 
bte bamalige gebilbete 2öelt auf 3at)r^unt>erte auöreicbenbe Scböpfung hervorgebracht, mag man 
über fte nun fo gut ober fo fcfylecbt urtbeilen ale> man will; ber nachgemachte moberne Gtäfaria* 
niSmuä bagegen am Anfang be£ gegenwärtigen 3cWunbert£ ift rafet) vorübergegangen, unb 
wenn ftd) oaS granfreieb unferer £age einer Nacfybilbung beffelben in verfeinertem 9)ca§ftabe 
gebeugt bat, fo werben menigften£ SSölfer germanifd)en Urfprungä, 2)eutfcbe, (Snglänber, Norb* 
amerifaner ftd) feiner boffentlid) für alle 3*tten 31t erwebren wiffen. (£$ fei an biefer Stelle in 
betreff ber richtigen 2Bürbigung ßäfarä unb feines SOBerfeö auf $commfen (3. 23anb 6. 546 bt£ 
548) verwiefen, fo me aueb ba£ SBerbammungeurtbctl, welcr)e3 er (S. 458 unb 459) über ben 
„fogenannten (SäfarianiSmus" au3fprid)t, wot)l gu beaebten ift. 

%xo% bem ©efagten nun aber ift eS bod) nid)t ol)ne ©runb, wenn Napoleon ftd) mit 
ßäfar gu vergleichen liebte, unb bie Napoleoniben nicbt abgeneigt ftnb, bte tbrem Stamntbaupte 
angemeffene Staat3form als GäfarianiämuS gu begeid)ncn. 2lbgefeben von ben großen $rtegg* 
tbaten, welche Napoleon ßäfar wcnigften£ gur <&eik freuen, ftnb e$ befonberS folgenbe fünfte, 
an welche ftcb bie $ergleicr)ung jened mit it)m, fo wie Die beg frangöftfeben mit bem römtfd)en 
ßaifertbum anfmtpft. 1. Napoleon III. fagt (<E>. 245): „ein Xtytii ber Maßregeln be£ Sulla 
war von bem (^ebanlen eingegeben, Drbnung unb Nangfolge (l'ordre et la hierarchie) wteber^ 
berguftellen," unb am Sd)lu§ beö erfreu 53ucr)e0, n>eldt)eö bie bem ?eben (SäfarS oorbergebenben 
3eiten bebanbelt, äufert er (©. 249): „Um eine bauerljafte Orbnung ber Dinge gu grünben, 
beburfte e^ eineß 9Jcanne^ , welker, inbent er ftet) über bie gewöhnlichen Seibenfc^aften erbob, in 
ftcb bie wefentlict)en (£igenfcl)aften unb bie nebligen ©ebanfen jebe^ einzelnen fetner Vorgänger 
vereinigte unb ir)re gebier wie tt)re 3rrtl)ümer vermieb. Witt ber Seelengröge gewiffer Tribunen 
unb ibrer Siebe gum SBolf mugte er ba£ militärifc^e ®enie ber großen gelbberren unb ^ic tiefe 

2* 



12 

ßmpftnbung beö Dictatorö («Sulla) für £)rbnung unb Rangfolge oerbinben." Da§ Gtäfar biefer 
Mann war, »erfleht ftdj bann oon fetbft. Da£ (Skfagte trifft, wenn wir einmal tie Seelen* 
gröge unb bie Siebe $um $olf auf jtd) berufen laffen, fyinftcfytticb granfreid)3 bei Napoleon I. $u; 
ee ift üor Allem Xenbena beffelben gewefen, jtd) als ben 2Bieberf)erfteller ber £)rtnung unb, roaS 
für $om weniger er^ebltd^ ift, bödjft erfyeblicb aber für baS rang*, tittU unb orbenfüdjttge 
granfreid), als ben ber £ierard)ie im Militär unb (Sioil gu öer^errltc^en. $on biefem Sftufym 
ber 2Bieberfyerftellung betber fällt bann aud) ein beträchtlicher £fyetl auf ben CS5efdt>tdt>t^fdt>reiber 
Napoleon, ber an jenem ^wetten December Staat, $ird?e, ©efellfdjaft öor bem ©efpcnfr ter 
rotten Sftepublif gerettet unb granfretdt) bie Drbnung, ^k napoleonifcfye, wiebergegeben fyat, mit 
wetefeer fomit aud) bte Beamten* unb fonftige £ierarcfyie oon feuern geftebert worben ift. — 
2. GäfarS (Btaat beruht auf ber fdjranfenlofen Demofratie, auf völliger C15teicf)^eit ber 3nbtoi* 
buen, SRangunterfcbiete ftnb $war noeb »orfyanben, aber fte gewäbren feine bletbenben, feine 
erblichen SBorgüge, bem potttifd) allein berechtigten ^aifer gegenüber giebt eS nur ^rtoatreebte ber 
(Einzelnen, »or tfym bitten alle ttebrigen eine färb- unb formlofe SJcaffe, er null Alles, er fann 
AlleS, er vertritt Alles. Stimmt bie Demofratie ber grangofen, abgerechnet bie burd) X>k Eigen* 
t^ümltc^feiten ber Qdtm unb rer Golfer beringten Unterfcfyiebe, nic^t mit ber beS 9ftömtfd)en 
$aiferretd)S bem principe nact> überein? cbarafterijtrt ntcfyt ber Büffrage universel, jene 
wirfungSreicfye Stimmmafcfytne, in feiner gleicfymacfyenben Allgemeinheit auf ba$ Deutliche bie 
unterfd)ieblofe Demofratte? — 3. Die Militärmacht ift t>k Stü£e ber Sftb'mtfcfyen fo roie ber 
erften uapoleonifd)en $aiferl)errfd)aft gewefen, fte ift bte .paupt*, »ielleicfyt bte einige Stü$e beö 
je£igcn $aifertb;umS. Die greifycit l)atte fiel) in 9tom überlebt unb war unhaltbar geworben, fte 
fyat in granfretd) nad) ber großen Stoolution Schiffbruch gelitten unb ift in unfern Sagen, wie 
l^k oor bem Emporfommen ber jegigen Regierung eingetretenen Ereigniffe beweifen, nicfyt im 
Staube gewefen, ftd) »or Uebertreibung unb Anarchie $u bewahren. — 4. 23eibe $aiferretd)e, 
baS antife wie baS mobernc, imponiren met)r burd) baS Waffen bafte, ^runfenbc, 33lenbenbe, 
als bag fte bie Menfcfyen gewinnen bitrd) wafyre, aus tiefer 3nnerltc^fett r>eraue ftdj entwtcfelnbe 
Pflege ter eblen Seiten beö ©etftee^ unb ®cmütt)SlebenS, bie 9itd)Mng auf baS Materielle, auf 
bte ftnnltcfyen ®enüffe, auf ben augeublicf liefen Erfolg ift oorwiegenb, bte ernften, cfyarafteröollen 
s Per|önlid)feiten füllen ftd) oon ben fyerrfdjenbcn (Gewalten guritcfgefto§en , fcfyließen ftdt> in ftct> 
felbft ab, meiben in Unmutl) unb Entfagung Alles, waS bem Staateleben unb ber görberung 
Der gemetnfamen Sacfye beö SBaterlanbeS bienen fönnte. — Diefe #auptpunfte mögen genügen, 
um bie Mmlicfyfeit mc^r augubeuten alö au^ufü^ren; fte erflären, warum einem Napoleon ftc^ 
ein Säfar gleic^fam al£ geiftiger 5lbn unb 3Sorfar;r barfteüt. §ier follte man nur nicfyt ben 
fcltfamen Verflog begeben, Mö 9]apoteonifc^e Empire, welc^eö auf granfreid) unb einige Steile 
ber üftebentänber befd^ränft war, mit bem ßäfarifcfycn Imperium, welc^eö M$ gefammte $lo* 
mifc^e Sänbergebiet umfaßte, gufammenauftellen. £ätte Napoleon I. feine Eroberungen $u be^ 
wabren, ^atte er fte $u einem gro§en ®anjen $uf ammengufügen , l)ätte er bie allmähliche 35er^ 
fdjmetgung ber oerfc^iebenartigen £beile wenigftenö anguba|)nen oermoc^t, wäre eö i^m gelungen — 
wir banfen ®ott, ba§ eö i^m fo wenig als einft ßarl bem (Großen gelungen ijt, — allen ben 



13 

wiberflrebenben Nationalitäten, bie er unter feinem (Scepter fttelt, ein ©epräge, ben Stempel 
feines ©enicd, wie unfer Verfaffer fagt, aufeubrücfen , bann wäre bie Vergleidmng gerechtfertigt; 
nad) bem aber, wa^ t>a£ ©cfcfyid über ilm »errängt, unt> wa^ cd über ßäfar nicfyt »errängt 
Ijat, ber fein ÜRoefau, fein Seipaig, fein Belle-alliance erlebt bat, fyinft fte t>oc^ gan$ gewaltig. 
2)a§ ber jefcige Napoleon jtd) mit ßäfar nicfyt »ergleicfyt, bebarf feiner (£rwäl)nung; er l;ätte nur 
ntcfyt fein Empire mit Ocm Nömifd)en ^aiferreicr; in Verbinbung bringen follen. 

3ft ed benn aber (nVr erlaubt, oon bem je^igen ^)err|'ct)er Napoleon ju fprecfyen? fjat 
jtd) benn buret) ben @cfd)id)tef Treiber r;inburcfy ber Staaidmann, bad Netdjdtjaupt, ber ßatfer 
oernefymbar gemacht? ©ewtjj ift es une erlaubt! ja ber Verfaffer oeranlaßt und audbrüdlid) 
ba$u, inbem er gegen ben Schluß ber Vorrebe fagt: „Der Cftracidmud be^ oerfebworenen 
(£uropad t)at bad ^aiferreid) nid)t oerfyinbert wieber $u erftetjen, unb bodt), wie toext ftnb wir 
oon ben burd) bad erfte Äaif erreich aelöften großen gragen, oon ben burd) baffelbe gebämpften 
Seibenfdjaften, oon ben berechtigten Vefriebtgungen, Genugtuungen (satisfactions) entfernt, bie 
ed ben Golfern gegeben!" Waffen wir ben $iemlid) unflaren ^weiten £t)eil biefed <5a|3e£ hti (Seite, 
ber feinem Verfaffer wafyrfdjeinlid) oerftänblicber ijt, ald Demjenigen, welcher ben wahren ©eift 
bed erften $aiferreid)d unb ben (Segen, welchen ed ben gefneefeteten Golfern gebracht, oorurtfycild* 
frei betrachtet fyat, fo bürfen wir bod) gewiß bie Vergleid)ung beö wiebererftanbenen $aiferretd)d 
mit ber bürde) 2luguftud wiebererweeften (Säfartyerrfcfcaft in ben angefübrten uno ben ifynen oor* 
angeljenben 2öorten erfenuen. (£d ift nun freiließ niebt ju ermitteln, mt weit Napoleon III. jtd) 
ald ben s 2lugujlud Napoleond I. angefefyen wiffen will, um fo weniger, ald ber oor einiger Seit 
angeftellte Verfud) berartiger Vergtetcfyung burd) einen mobernen Sabienud auf t>a$ Scprffre ge* 
mißbilligt worben ift; auf jeben gall forbert unfer Verfaffer und fyeraud, bä ber £ectüre fetned 
2Öerfed an feine ^perfon $u benfen, unb wenn oielleid)t hierbei bie Neigung bed £efere, Verbor* 
genee gwifefeen ben Seilen $u ftnben, bidweilen in Steuerungen, welche bem fenten^enreicejen Sdjrift* 
fteller in beträchtlicher Qa\)l entfallen, met)r hineinlegt ald bei itjrer ^lufeeidmung ausbeuten 
beabjtd)ttgt würbe, fo ift bied bie (Sd)ulb red Vorrebnerd, ber und in ber SBtebererwedung bee 
$aiferreid)d bie Vergeltung, burd) welche ^ oerfebworene (Suropa betroffen worben, erfennen 
läßt. 5Nan fann eine 2uuat)l berartiger ©teilen angeben, in welchen bed Verfafferd eigene (£x? 
lebniffe, Saaten, ©etanfen unb 2tnfd)auungen ftd) an bem, m^ er »on ber ($efd)ict)te Nomd 
ober ßäfard berichtet, abfpiegeln; boc^ eine Angabe bief er Slrt würbe fyier gu weit fübren, ebenfo 
muß ed unterlaffen werben, bie Darftellungdweife bed ©efd)idt)tdfc^reiberd fo wie feine 2Babr(>eitd* 
liebe unb ben t)ijtorifd)en 2öertt) feined 2ßerfed nä^er gu beleuchten. $ier l)at ed l;auptfäctlia) 
gegolten, bie ©runbanfdjauungen, oon welchen ber @d)riftflel(er ausgegangen, ind 5luge gu 
f äffen, wo$u befonberd ber 3«balt ber Vorrebe, in Verbinbung mit einigen ber wicfytigften Sleuße- 
rungen im ffierfe felbft, Stoff gewährt. Died p tl)un i(t man berechtigt ebenfo fefyr ald auf^ 
gefovbert, ba in ber Vorrebe bie 2lbftd)t, in welcher t>k ©efc^ic^te Säfard getrieben werben 
fott, audbrücflid) beroorgef)oben wirb. 

2W>ert Wiiftito &et>bemann. 



. für bie 3cit 

wn PtdjaeUs 1865 bia imljm 1866. 

>»> oo ctt« 

A. £el)rt>etfaffutt<$* 

I. Ober-Prima, $rMnartuö: ^ e i) bemann. 

1. SR e Hg ton. 2 ©t. (£$rlfHt($e (Glaubens- unb Sugenblefyre, getnüpft an ba$ apofloltfclje 
®lauben3befenntnt§. ©iefebredjt. — 2. Deutfa). 3 ©t. Stoff afce, Vorträge, ®efü}id)te ber 
beutfd&en Literatur feit Opf^. Sogif, bic Seljre tton ben ©djlüffen unb bie 9Ketl)obenleljre. ®iefe brecht. 
— 3. Sateinifa). 8 ©t. (Extemporalien, Gürercftien, 2luffä#e, biämeilen ©pred)übungen, Vorträge 
naefy ©üpfle: 9ceue ftolQt jum Ueberfefcen au« bem ©eutfcfyen tnä Sateinifd)e nnb nadj Cornelius Ne- 
pos. Seetüre: 2toägemäl)lte Slbfdjnitte auö Cicero de offieiis, de oratore, Tacitus Annal. III unb 
IV; Tac. Germania. £oraj (Satiren unb (Sptjteln mit 2to$»aljl, Sßtebertyolung ber Dben. ^e^be* 
mann. — 4. ®rtecfytfd). 6 ©tunben. (Srtemporalien unb (Srercitten. Seetüre: Hom. Uias 23. 
Sophocl. Oedipus Tyrannus unb Ajax. Thucyd. 1, Plato Hippias major, ©cfymibt. — 
5. £ebräifa). 2 ©t. 2Biebert)olung ber Formenlehre unb beä 2Bid)tigften au$ ber ©tyntar, 
fdjriftlidje Slnatyfen. Seetüre: $falmen. Söinter: 53e 30 er. ©ommer: (Ealo. — 6. granjöfifc^. 
2 ©t. 2toffä£e, (Srercitien, Srtemporalien, ©precfyübungen mit 23enu£ung oon $160 Vocabulaire. 
Seetüre: Lamartine voyage d'Orient, vol II. (£alo. — 7. ©efcfyicfyte. 3 ©tunben. Die 
neuere 3 C ^. SBieberfoolungen. Jpetybemann. — 8. 9ftatl)emattr\ 4 ©t. Slnmenbung ber 
Algebra auf bie (Geometrie, Stfyeorle ber Derter nebjt 2lntoenbungen. ©rajjmann. — 9. ;Pl9fif. 

2 ©tunben. ^ec^anif ber fejkn unb ber flüffigen Körper. ®ra§mann. 

II. Unter-Prima. $rMnartU0: 5d)mtM. 

1. Religion. 2 ©t. Seetüre be$ grtedjtfdjen bleuen £e(tamente3 : ber 33rtef an bie 
Körner, 2lbf<$nitte aus ber 2lpoftelgef$ia)te, ba$ Soangelium ©t. Sucä. ©tefebrecfyt. — 2. 2)eutfa). 

3 ©t. Stoffäfee, Vorträge, (Defekte ber beutfdjen Siteratur bis Dpifc. Sogif, bie Seljre »on ben 
SBa^rne&mungen, Gegriffen unb Urteilen. ®tefe brecht. — 3. Sateinifa). 8 ©t. @rtempo- 



15 

ralten, Sjrercitien, 2foffa&e. Seetüre: Cicero Tuscul. I, Epist. ed. Süpfle, £oraj Dben mit 
2lu«»a$l unb jttjci 6atiren. 6cr/mibt. — 4. ©rtedjtfd}. 6 6tunben. (Srtemporallen unb 
(Srercttten. Seetüre: Hom. Ilias 4, Sophocles Antigona unb Trachiniae, Demosth. Olynth. 
1 bis 3, Plato Apolog. unb Kriton. 35 arge«. — 5. £ebratfa>. 2 6t. Sieber^olung ber 
Formenlehre, Sichtige« au« ber 6»ntar bei ber Seetüre, 6a)rtftlia>e Sinaiofen einzelner 6teDen 
au« ben fyijtortfdjen ©Triften unb $falmen. Seetüre: $jalmen unb ein $ljeil be« 33ud?e« ber 9tta)ter. 
hinter: 33eoer, (Sommer: $funbt)eller. — 6. $ran$öftfa>. 2 6t. Seetüre: Lamartine 
voyage d'Orient, vol. I: Da« Ucbrige mie in Oberprima. Salo. — 7. ®efa>ic^te. 3 6t. 
Da« Mittelalter, gering. — 8. 9Jiatl)ematif. 4 6t. SHeitjen, Gtomblnation«lel>re, 33inomium, 
6tereometrte. ©raßmann. — 9. $fcöfif. 2 6t. Sie in Dber«$rima. ©raßmann. 

III. Ober-Secunda. ^rtonariuö: $argce. 

1. EHcligion. 2 6t. Ueberfidjt ber cfyrijiltajen Äirct)engtfcr)ic^te. Sinter: ©iefe brecht. 
6ommer: £e »bemann. — 2. Deutfcfy. 2 6t. Sinter: Sluffäfce, Vorträge beutfe^er ©ebtetyte 
au« (Sdjtermeöer'o 6ammlung, bie befprod>en unb au«n?cnbig gelernt iourben. ®ie je brecht. 6om- 
mer: 2luffä£e, £)eclamation«übungcn; Sectürc au« Jpein^e 9ftittelb,oc§beut}d)em Sejebucfy. Semcfe. 

— 3. Sateinifdj. 10 6tunten. ©rtemporalien, Vereinen, Sluffäfce, Ueberfefcung au« 6üpfle , s 
Ucbung«buc§. Seetüre: Virgil. Aen. 10. 11, Livius 33. 37. 38, Cicero de imperio Pompeji 
unb divinatio in Caecilium. 93 arge«. — 4. ©riea>i)a>. 6 6tunben. Srtemporalien unb 
Grercitien. Seetüre: Herodot. 21bfd}nttte aus 53. 6. 7, Xenoph. Memorab. 2lbfcfynitte au« 33. 2. 6. 
mit 2lu«ma^l 4 6t. 6a)mibt. — Hom. Odyss. 21 bi« 24, 13 bi« 17. 2 6t Sarge«. 

— 5. £ebräifdj. 2 6tunben. Sieberfyolung ber regelmäßigen Formenlehre, bie unregelmäßigen 
3Serba. 6a^riftlia)e arbeiten %ux Einübung ber Formenlehre unb grammatifcfye 2lnal»fcn gele jener 
6teüen. Seetüre: Genesis 41 bi« 48. Sinter: 33e»er. 6ommer: $funb§eller, — 6. fitan* 
äöftfcfy. 2 6tunben. Sluffä^e, Srercitien, Srtemporalien, 6precfyübungen mit 33enu{jung oon $)lö$ 
Vocabulaire. Seetüre: Segur histoire de Napoleon et de la grande armee 33. 11. 12. 1. 
Gale. — 7. ©efa>i$te. 3 6t. JRömt|cr,c ©eja)ia)te. Jpeobemann. — 8. Matoematif. 
4 6t. Trigonometrie, ©leta^ungen fetten ©rabe«, Sogaritfymen. ®ra§mann. — 9. 3>$» [if. 
1 6t. Sie in tyxima. ®r aß mann. 

IV. Unter-Secunda. ^Brbinariuö: (£alo. 

1. Religion. 2 6t. 33iblifd>e ©efd^te be« 2llten unb be« leiten 33unbe«; Sieber- 
fcolung ber ßtrdjenlieber; 33ibeloerfe. £alo. — 2. Deutfd). 2 6t. Sinter: Sie in Dber- 
6ecunba. ©iefe breast. 6ommer: Sluffäfce, ©eclamationeübungen; Seben«befd)reibung beutfdjer 
Dieter; bie ®runbjüge ber mittelf>oa>beut)a>en ©rammatif mit furjer 33erücf|la>tigung be« ©ot&ijdjen 
unb 2Iltljodjbeut)$en ; Seetüre mie in Dber*6ecunba. ßern. — 3. Sateinifa). 10 6tunben. 
(Srtemporalien , Srerciticn, 2lufjä£e, Ucberjefcungen au« 6üpflc'« liebung« budj. Seetüre: Livius 4 



16 

bt« 8, Virgil. Aen. 2 btö 5. Salo. — 4. ®ried>ifc$. 6 St. Gafuöleljre, SMeber&oluna, unb 
33erüolIfjänbtgung ber gormenle&re na$ 33uttmannS ©rammatif; (Sytr mporalie n , (Srercitirn. Seetüre: 
Hom. Odyss. 23. 1 bte 12, barunter 3 prioattm. Xenoph. Hellenica 3 big 6. SIbfd&nitte au$ 
Herodot. 3>ftfc§. — 5. £ebrätfd>. 2 ©t. elementarere unb regelmäßige Öormenlefjre »er* 
bunben mit ftfyriftlidjcn Uebungen. Sectürc: Genesis 1. SBinter: 33eper. (Sommer: 9>funb- 
Heller. — 6. granjöfif*. 2 ©t. Seetüre: S6gur 33. 10 bis 12. £>a* Uebrige roie in 
£)ber*@ecunba. (£alo. — 7. ©ef^idfrte. 3 ©t. ©rieche ©efcfydjte. 9>ttf$. — 8. 9Ka- 
ttyematt!. 4 ©tunben. (Steigungen be$ erflen unb jroeiten (Grabet mit einer unb mehreren Un- 
betonnten, $oten$en, Sogaritbmen; 2lebnlt<$feit ber giguren, geometrtfdje Derter, ßretät&eilung unb 
Äreiömeffung ; Uebungen im jelbftänbigen Söfen »on Aufgaben. 33alfam. - 9. 9)J}öftf. 1 ©t. 
SBie in Dber-©ecunba. 33alfam. 

V. Ober-Tertia. $rtonaruiö: gering. 

1. Religion. 2 ©t. (Erklärung bev Soangelien ©t. Sucä unb 3o^anniö; SBiebertyolung 
unb (Srgänjung beö ^atecfyiömuä ; ^irc^enlieber. ©ra§mann. — 2. £)eutfcfy. 2 ©t. 
SHuffäfce, Uebungen im münblfdjen Vortrage, 2Iuömenbiglernen »on ©ebbten aus Sc^termeöer'e 
©ammlung. Jpering. — 3. Sateinifdj. 10 ©t. Slbfcfyluf? ber ©öntar. Srtemporalien, ®rcr- 
cttien, Uebungen im münbltcfyen Ueberfejjen a\x& ©üpfle'ä Aufgaben, ßcetüre: Caesar de bello civili 
33. 1, unb 21bfcfynitte au« 2 unb 3, Ovid. Metamorph, ed. Siebeiis, 2Iuäroar)l aus 33. 6 unb 7. 
$rofobie, metrifc^e Uebungen. 9 ©t. gering. — (Srtemporalien. 1 ©t. SÖinter: ^ern. ©om- 
mer: gering. — 4. ©riedjifcfy. 6 ©t. (Einübung ber 33erba auf [iL unb ber unregelmäßigen, 
bie $räpofitionen, SSocabeöernen nadj SDitfurt, &rtemporalicn. Seetüre; Xenoph. Anabasis 33. 2 
bis* 5, Homer. Odyss. 33. 1. $em. — 5. gransö|ifcfy. 2 ©tunben. Einübung mehrerer 
Slbfdjnitte auö bem Cours gradue oon $lö{j, 5Ju0roenbiglernen aus beffen Vocabulaire, (Srercitien, 
(Srtemporalien. Seetüre: ^Juöjug auö Barthelemy voyage du jeune Anacharsis. 2öinter: 
Semcfe. ©ommer: ^funbfyeller. — 6. ®efa)td)te. 4 ©t. teuere 3^1- 3 ©t. 33ranben* 
burgifcVpreußijcfye (Sefdjictyte. 1 ©t. gering. — 7. Sftatfyematif. 3 ©t. 33ucfyftabenrecfynung, 
£)uabrat* unb (Subifrouraeln, Proportionen, (Gleichungen beö erjfrn ®rabee mit einer Unbefannten; 
Sefyre oon ben Wirten be* ^araüelogrammee, oom Greife, oom gläctyemnljalt ber giguren, oom Se$rfafc 
beö ^öttyagoras; erfte Uebung im felbftänbfgen Söfen »on Aufgaben. 33alfam. — 8. Sftatur- 
lunbe. 1 ©t. 3oologie, 33otantf. 33alfam. 

VI. Unter-Tertia. $rttnarhi0; pitfri). 

1. Religion. 2 ©t. ©rflärung ber Soangelien ©t. SRattfcat unb Sflarci. £)a$ Uebrige 
wie in Dber-Sertta. «Pfunbbeller. — 2. £)eutf$. 2 ©t. 2tuffäfce, Seetüre unb Declamation 
oon ® ebbten auö (Sc^termever^ ©ammlung , Uebungen im freien Vortrage. 9)funbfyeller. — 
3. Sateinifc^. 10 ©t. ©r;ntar, bie STempuö- unb SSftobuöleljre, Uebungen im Ueberfe^en auö 
©üpfle's Aufgaben, (Srtemporalten, 35ocabeflernen naäj Söiggert. Seetüre: Caesar de bello gallico 



17 

33udj 6. 7. 1. 2; Ovid. Metamorph, ed. Siebeiis aufgerollte ©tücfe aud 53. 1. 9>rofobte. 
$itfdj. — 4. ©rtecfyifd}. 6 St. (Einübung ber Verba liquida unb berer auf ^iu, fo mie ber 
gebräucfylicljßen unregelmäßigen, 2Biebcr|olung bcr gormenletjre; 23occbelIernen nacfy SHtfurt; (Ertem- 
poralien. Seetüre auö ©ottfcfyicfs Sefebudj. Semcfe. — 5 granjöfifa). 2 ©t. (Einübung ber 
unregelmäßigen SSerba, llebcrfejjung auö ben auf \\t bezüglichen Sibfcfynttten be$ Cours gradue »on 
$löjj; Slußroenbtcjlernen au« befjen Vocabulaire. Ueber|e$ung aus Rollin hommes illustres de 
l'antiquite. Sßfntcr: $funb geller, ©ommer: (Ealebom. — 6. ®efc§tcfyte. 4 ©t. Mittel* 
alter. 3 ©t. Sranbcnburgifdvpreußtfctye ©efcfyicfyte. 1 ©t. (Ealebom. — 7. SRattyematiJ. 3 ©t. 
Slnmenbung c er Proportionen auf Sftecfynungen bed bürgerlichen 2ebene, 23itd)flabenrecfynung, Söurjeln; 
©rometrie wie in Dber-Sertia mit 2IuSfcfylug ber liebungen im felbftänbigen Söfen fcon Aufgaben. 
SBalfam. 8. 9caturfunbe. 1 ©t. 2öie in Obertertia. S3alfam. 

VII. Quarta. Coetus I. $rMnarhtö: $iern. 

1. Religion. 2 ©t. 2üiebcrl)olung bcr biblifcfyen (Sefcfyicfyte, (Erflärung unb (Einübung 
ber brei erflen Jpauptjtücfe be$ ßatecfyiämuä; 2lusmenbiglernen son SBtbeloerfen unb ßircfyenliebern. 
$ern. — 2. Deutfcfy. 2 ©t. ©a£- unb 3n*erpunftton$lefyre, £)eclamation« -> Uebungcn nad) 
(Edjterme^ere ©ammlung, $uffä(je. SÖtnter: $>funb geller, ©ommer: Älofc, naefy i§m £off* 
mann. — 3. Sateinifd}. 10 ©t. (Einübung ber (Eafuöletyre nebfi bem Sötdjtigjlen auä ber 
übrigen ©tyntar, $ocabellernen nad) 2Öfggevt; münblicfye Ueberfe^ungen auß bem erjten Streit üon 
©üpfle'ä Slutgaben; (Ertemporalien. ßectüre aus bem Sefebucfy nad) Svoiuä »on 2ßeller. Äern. — 
4. ©riedjifcfy. 6 ©t. Die Formenlehre biö gu bm Verbis liquidis, SBocabellerntn naefy Mitfürt, 
(Extemporalien. Seetüre auä ®ottfa>icf$ Sefebua). 9>funb geller. — 5. granjöfifc^. 2 ©t. 
(Einübung ber gormenlefyre unb beö SBicfytigjten au$ ber ©pntar naefy 3)160; Ueberfe^ung üon £eje- 
jiücfen aus 3>Iö^ ; fa^riftlic^e Uebungen. SBlnter: *ftatl)ufiu$. ©ommer: Älofc, nadj tfcm ^>o f f- 
mann. — 6. ® efct)td)te. 2 ©t. 2Ilte ®efcfytd)te nebft einer Ueberftcfyt über bie ®eograpt>ie be« 
alten ®riecfcenlant>3 unb Stalienä. Sßtnter: 9tatl)uftu3. ©ommer: itlofc, nadj i&m £ offmann. 
— 7. ®eograpt)ic. 1 ©t. Ucberfic^t über alle (*rbtfceile, genauere £)urcfyna(}me ber (^eograp^ic 
»on (Europa, befonberS son £)eutjd)lanb. Söinter: 9tat§ufiuS. ©ommer: &lo£, nadj t&m 
$ off mann. — 8. 9flatfyematif. 3 ©t. 9^ea>nung mit 2)ecimalbrüa>en in benannten unb un- 
benannten 3*W*, 9^ett)nungen bcö bürgerlichen Seben« &nö', Rabatt-, ©igeonto-, (Eourö^ectjnung 
u. f. ».); bie Se^re üon ben Sinien unb SÖinfeln, üon ber (Eongrwnj ber Dreiecfe, »on ben 5lrten 
ber Parallelogramme unb iljren @igenfa)aften. 33alfam. — 9. 3 **$«*"• 2 ©t. ^erfpectbe, 
freie« ^anbjeic^nen naefy 35orIegeblättern. 9Jio(t. 

VIII. öuarta. Coetus II. $rttnarüi0. ^Tcmckc. 
(3)ie $enfen »ie in Coetus I.) 
1. «Religion. 2 ©t. Semcfe. — 2. i$Deutfa>. 2 ©t. Sßinter: Sllo$. ©ommer: 
©c^ulj, nac^ i^m Sale6ow. - 3. ßateinifc^. 10 ©t. Semcfe. — 4. ®riea>tf$. 6 ©t. 

3 



18 

Salebom. — 5. granjöfifd). 2 ©t. SBinter: $lo£. «Sommer: ©c&ulj, nacfy ttjm 23alfam. 

— 6. © ef c^id^t e 2 ©t. Sßinter: fllofc. ©ommer: ©djulj, nadj tljm ßern. — 7. ®eograpl>ie. 

1 ©t. SBinter: ßlofc. (Sommer: ©djulj, na$ i&m ßern. — 8. 9Rat$ematif. 3 ©t. 
33alfam. — 9. 3etd)nen. 2 ©t. OTofl. 

IX. Quinta. Coetus I. ^rttnaruta: 5tat)t. 

1. Religion. 3 ©t. SibUföe ©efdjidjte t>eö Wetten Sejtamentö, (Einübung be« brüten 
£auptjtücfe« be« $atecM«mu«, $u«toenbtglernen oon 23ibeloerfen unb ^ircfyenliebern. ^funbljeller. 

— 2. £)eutfcfy. 2 ©t. £>a« SBcfcntttd^fre ber Formenlehre ttnb ber Sefrre oon bem einfachen unb 
bem jnfammengefe^ten ©a£e. 2)eclamattonen oon ©ebi^ten au« (Sdjtermetyer^ ©ammlung; (Srtem* 
poralien. SÖinter: 9tatt)ufiu«. ©ommer: $offmann, nadj t^m ©tier. — - 3. Sateintfdj. 
10 ©t. SSoKftänbtge (Einübung ber Formenlehre, ba« Sftötfytgjte anö ber ©öntar, Ueberfe^en au« 
bem Sefebucfy nad) £erobot, fo mit au« bem Uebung«budj oon gerb, ©cfyuljj, 1. J&ctl, ^Bocabetlerncn 
nad) SBtggert. ©tafyr. — 4. grangöfif^- 3 ©t. Hebungen im Sefen unb Ueberfe^en au« 
9H6'£, ba« SBefentlidjjte au« ber Formenlehre bis jum regelmäßigen $erbum einfcfylfeglid). Sßinter: 
9latt)uftu«. ©ommer: £offmann, nad) itjm ®ufferoro. — 5. ©eograpljie. 2 ©tunben. 
Suropa, bejonber« £)eut[$lanb. ©tafyr. — 6. Sftecfynen. 3 ©t. 33rucfyred}nung , Siegel be tri 
mit 33ritdjen. ©ufferoro. — 7. Waturfunbe. 2 ©t. S^ologie, 23otanif. ©ufferoto. — 
8. 3*f$ nen - 2 ©t Qtifymn nadj Körpern. 9Rofl. - 9. ©abreiben. 3 ©t. ©abreiben 
na$ SSorfc^riftcn unb im %act. 9teuftrdj. 

X. Quinta. Coetus II. 0rMnarui0: hinter: $ei)cr. jSommcr: Änlcbow. 

(Die $enfen tote in Coetus I.) 

1. Religion. 3 ©t. Sßinter: 23etyer. ©ommer: $funbbeller. — 2- £>eutfdj. 

2 ©t. Sßinter: 33e^er. ©ommer: (Ealebom. — 3. Sateinifdj. 10 ©t. SBinter: SBctyer. 
©ommer: (Ealebom. — 4. Franäöfifcfy. Söinter: £offmann. ©ommer: 9tatl>ufiu«, nad) 
iljm ©tier. — 5. ©eograplHe. 2 ©t ©tatjr. — 6. 2tea)nen. 3 ©t. ^uffcrom. - 
7. Waturfunbe. 2 ©t. ©ufferom. — 8. Betonen. 2 ©t. «Wo(l. - 9. ©abreiben 

3 ©t. WeuHr*. 

XI. Sexta. Coetus I. ^rMnariue: ^üot^ nad) it)tn H äff mann. 

1. «Religion. 3 ©t. Stbltföc ®efd)ia)te be« Sitten Sejtamente« , Einübung be« erjten 
£auptfHtcfe« be« $atedjt«mu«, 5lu«roenbiglernen oon SBtbeloerfen unb Ätrd)enüebern. $funbfceller. 

— 2. £)eutfa). 2 ©t. Uebungen im £)edamtren, Sftadjer jaulen unb S3ejei^nen ber ©ajjtljeile, 
bie £el)?e oom einfachen ©a£e, £)fctate jur (Einübung ber Orthographie, $to£, nadj tlmt £of.f- 
mann. — 3. Sateinifcfy. 10 ©t. (Einübung ber regelmäßigen Formenlehre, Urberfefcen au« 
bem Uebung«bua> oon gerb ©<$ul{3, 55ocabeHernen. Älo^, nac^ i^m £offmann. — 4. ©eo- 



19 

grap^W- Sßinter: 3 ©t. ©ommer: 2 ©t. SSorbcgriffe unb allgemeine Ueberfldjt über bie (Srbe. 
SBtnter: £offmann. (Sommer: St\o%, nafy ifym ©taljr. — 5. SRec^ncn. 4 ©r. Die oler 
©pecteä mit benannten 3 fl W* n , ^efolution, S^ebuction, 3 f ihrecfynung. SÖinter: Jp off mann, 
©ommer: 9tatfyufiug, nad) ifym ©ufferom. — 6. Sftaturfunbe. 2 ©t. ©ommer: 23otanif. 
©uffer öl». — 7. 3^^ nctt - 2- ©t. Die Sfnttyeihtng unb innere 2tu$btlbung beS £}uabrat$, 
Vorübung jum 3 c ^ nen na $ Körpern. 9ftoft. — 8. ©treiben. 3 ©t. ©tyßemattfcfye Ein- 
übung ber 23u$fta benformen be$ latetnijd^en unb beä beutfaVn großen 2llpljabet$ ; ©abreiben naä) 
93orf<$riften unb im £act. 9leuftr<$. 

XII. Sexta. Coetus IL ^rimwriue: Ämter: (ftaleboro. Sommer; 
Batl)ufiwö 1 nad) tl)m J&djul^ juletjt #armo[)l. 

(Die $enfen mie in Coetus I.) 
1. Sieligion. 3 ©t. SBinter: #offmann. Sommer: ©djulj, nac^'i^m $armoH 

— 2. Deutfcfy. 2 ©t. Sßinter: Salebom. Sommer: 9lat^uf iud, nad) i^m ©d&ulj, julefct 
^armoljl. 3. Satetnifa>. 10 ©t. Söinter: Salebom. ©ommer: 9latljufiu$, nad) iljm 
©$ulj, julejjt $armofM- — 4. ©eograpfcfe. 2öinter: 2 ©t., ©ommer: 3 ©t. SBtnter: 
©taljr. ©ommer: ©Her. — 5. Steinen. 4 ©t. hinter: s Jtatfyufiu$. ©ommer: ©tier. 

— 6. ftaturfunbe. hinter: 3oologie. ©ufferom. — 7. 3ei$nen. 2 ©t. SR oft. — 
8. ©^reiben. 3 ©t Weuffrdj. 

® ef an §=Untetvid>t. 8t o b t. 

3n ben brei unteren klaffen im Sßintcr: aus Soeroe'ä ©efangle()re bie Hummern 4 mit 
ben baju gefyörenben Paragraphen ber (Elemente beö ©efangeä; im ©ommer: bie Hummern 1 ber 
Jonart mit ben baju gefyörenben Chorälen unb giguraljtüden. SBödjentlta) «ne ©tunbe. Slufjerbem 
möcfyentlid) jmei (£t)or jhinben , an benen ©cfyüler aus allen klaffen Sfyeil nahmen; eingeübt mürben 
©tüäe au$ Oratorien, ©antaten, Motetten, fo mie (Eljoräle unb 23olfelteber. 

£tirtt=Uttterrtd)t. $ r i e t. 

gür ©cfyüler aller klaffen, im Sßfnter im Surnfaale in 6 Abteilungen; im ©ommer im 
freien: Freiübungen unb Uebungen an ©erätl)en; Surnfpiele. 3m ©ommer mürbe nur furje 
3eit geturnt. 

Unterricht für fretttuHtg theUnchmenbe Schüler. 

(£rfh klaffe in jmei Abteilungen, für jebe 2 ©t. Seetüre: Shakspere, Macaulay 
History of England, vol. III. ©precfyübungen mit 23enu£nng fcon SBiganb^ Uebungen. Auffäfce, 
Srtemporalien, (Jrcrcitlen mit SSenufcung öon Sßagner^ ©rammatt!. (Salo. — 3meite klaffe. 
2 ©t. Seetüre: Shakspere, Macaulay vol. IV. Das Uebrige mie in ber erjlen klaffe. Salo. — 
Dritte klaffe in amei Abteilungen, für jebe 2 ©t. Einübung ber ©rammatif na$ bem Seljr- 
budj tjon ©efenfuä. Walter Scott Tales of a grandfather. 3)ttfd). 

3* 



20 
2. ^aturlunbc» $cf)tn. 



2 ©t. Geologie, Söotanif. 



3* .^CtchitetK (3m Söintcr 49, tat ©ommer 55 X&eilnetjmer.) ^üoft. 
3»et 2lbtljetttutgen in 4 ©t. Unterroetfung tton ©Gütern ber brei oberen klaffen im freien 
£anbjetc$tten na$ Äopf- imt> Sanbfcfyaftöftubten, im 3™*nen «<*<$ ®9Pß unb im Slquareümalen. 

19 d r I* d) u 1 1. 

1. ©fcerfte fifoffe. ÖrMnarme: Heukird). 

1. Religion. 3 ®t Stblijc^c ®ef^te be* Otiten Sejtamenteö , £ibeloer)e unb Sieber. 
Wtvilixä). — 2. £>eutfd). 10 ©t. Einübung ber sftebet&eile, ©eflination beö dornen, allgemeine 
.tfenntnijj ber $räpofitionen, gierton beo 33erbum3. 5 ©t. ©tafcr. - SHicfytiges Sefen, (Sin- 
Übung beö 3nr)aIW be$ ©elefenen, Uebttngen im 9tacfyerjär)len nnb im Deflamiren. ^flünblidje unb 
fdjrtftlfttye Hebungen in ber Orthographie. 5 ©t. ^leufirc^. — 3. ©eojrap^ie. 1 ©t. Die 
©runb begriffe, Einübung ber £aupttfjetle aus ber ptjtyjtfcrjen (Seograpbie oon Europa. 9ceuffrcfy. — 
4. 91 edj neu. 6 ©t Söieberfyolung unb 33efefttgung ber oier ©pecieö im erroeiterten 3<xi)Untxetft, 
baä ^efoloiren, S^ebueiren unb bie oier ©pecieö mit benannten 3 a ^ en - Einübung beä großen Ein- 
maleins. 9teufirc(j. — 5. ©djretben. 5 ©t. ©»ftematifAe Einübung ber 33ua)frabenformen 
beö fleinen unb beä gro§en beutfdfjen unb latetnifd^en 5llpl)abet$ im £acte unb naefy 33orfdjriften. 
Sfteuftrcr;. — 3m @anjen roöcfyentlicfy 25 ©tunben. 

2, gjltttlcr e ftlaff e. 0rMnariua : W i 1 1 e n () a g e n. 

1. Religion. 3 ©t. Die einfachen ®efcfytdjten beö Sitten 2>(tamentee bis jur Tei- 
lung bee jübifcfyen ^etcfyee, beö bleuen Jejramenteä biß jur Sluägiegung beö ^eiligen (Reifte«. Ein- 
übung einzelner {Herauf bezüglicher ©piücfye unb Steberöerfe, ber jefyn ©ebote unb beä Wertes ber 
brei 2lrti?el beä cfyrtftlicfyen ®laubert0. 28i tten&agen. — 2. ©cutjrf). 7 ©t. Sefen im 
£efebudje, 2lbfdjretben au0 bemfclben, 9tieberfdjreiben furjer ©ä£e nad) bem -Dictiren; (Einübung ber 
roic^tigften Sflebet^eile; münblicfye urb fcfyriftlicfyc Uebung im Deflinfren, im 2lnfdjhi§ an ba0 Sefebudj. 
Sötttenljagcn. — 3. SHecfynen. 4 ©t. kopfrechnen: 2öiebert)oIung ber Slbbttion unb ber ©ub- 
traction; Einübung ber 9ftulttplicatton unb ber Dioifton im 3 a W en f re if e >00n 1 D ^ 100. £afel- 
rechnen: biefelben Operationen im erroeiterten Safyhntxttft nadj bem 1. 9ied)enjjtft öon Söulforo. 
EÖittenljagen. — 4 ©^reiben. 4 ©t. Sieberfjolung be0 beutfegen unb Einübung be$ 
lateinifc^en 9llpljabet0. ©ittenljn gen. — ■ 3nt ©anjen roö'djentlicfy 18 ©tunben. 

3, Uttterfle Slaffe. ^rbtnarius: da mm. 

1. Religion. 3 ©t. Einfache Erklungen au« ber 5)atriarc^enaeit bi0 jum 5luöjuge 
Der Äinber 3fr^el au$ 5legr;ptc«, Erzählungen au0 bem £eben 3cfu, Einübung ber je^n (Gebote; 



21 

einige ©prücfyc baju. Sieberöerfe aU ©ebete. ©amm. — 2. Sefen. 6 ©t. für jebe Abteilung. 
3roeite Abteilung: $enntniß ber ©pracfytöne , 3wf ammen f^ un 9 berfelben, Sefen nad) (Selben unb 
Wörtern. — Srjre Abteilung: Sefen nadj ©äjjen in beutfcfyer unb latetnifdjer ©djrfft. ©amm. 
3. ftedjnen. pr bie erjte Abteilung 5 ©t., nämlid} 2 ©t. fd&rifttidj a!d ©elbfrbcfc^äftigung 
(wäfyrenb bie ©editier ber jmeiten Abteilung im Sefen geübt mürben) nnb 3 ©t. münbliclj, abroedj- 
felnb mit ber ^weiten Abteilung. S^eite Abteilung: 3 ©t. Münblicfye unb fcfyrtftlidje Uebung 
im QafyUxi, Abbiren unb ©ubtrafyiren im 3 a |lf«W)f ö ^n 1 bi$ 20. — (Srfte Abteilung: münb* 
licfye Uebung im Abbiren unb ©ubtra()iren im 3ö^en!reife öon 1 bis 100. Safelrccfynen: Abbitton, 
unb ©ubtraction. Sinübung be$ fleinen GStnmaleinä. ®atnm. — 4. ©d) reiben, gür bie zweite 
Abteilung 8 ©tunben als ©elbjrbefcfyäftigung. Sinübung ber Keinen unb ber großen 3ci<$cn t>tx 
©pracfytöne auf ber ©ctjiefertafel unb bemnädjft auefy ber {(einen im ©cfyreibebuct;. gür bie erfte 
Abteilung 4 ©t. als ©elbftbefajäftigung. Einübung ber fleinen unb ber großen 23ud)jtaben bes 
beutfcfyen Alphabets im ©cfyreibebudj. Uebungen im richtigen Abtreiben geeigneter ©tücfe aus 

fcem £efebua). ©amm. — 3>w (Stangen wöchentlich 18 ©tunben. 



Die son ben Abiturienten bearbeiteten beutjdjen, Xateiuifc^en unb matfyematijdjen Arbeiten 
toaren folgenbe : 

I. Djtern 1866. 3 U welker »on t>m bret (Sattungen ber $oefte gehört baS befc^reibenbe 

©ebtetyt? — Civitatibus Graecis aeque turpe et perniciosum fuit bellum Peloponnesiacum 

ac bella Persica gloriosa et utilia fuerant. — 1. Sine gegebene ^afyi 24 in 2 ©tücfe ^erlegen, 

beren brüte ^otenjen bie ©umme 9261 liefern. — 2. Sin Dreiecf ju conftvuiren, ju welchem ein 

SBinfel, baS 23erfyäitniy ber tfyn einjdjüefjenben ©eiten unb ber Umfang gegeben ift. — 3. Sin 

Dreiecf ju berechnen, ju welchem 

a b-j-c * a-j-b-c „ „ , 

P 2 = - 2 = 8, p 3 = 2 = 7 ' Q = 3 Ö f 9 ebfn f* nb - — 

4. SBelcfyer jätyrlicfye Seitrag muß 11 3al)te l)inburc§ gejagt werben, roenn JO 3ä(>re ^inbura) bie 
jäljrlicfye $ente öon 111 £l)lr. belogen treiben joll, unb swifcfyen bem 3 a ^ en bed legten Beitrages 
unb bem ber erfreu Sftente 3 3at)re öerfloffen ftnb, ben 3^öfuß $u 5% angenommen. — (Denen, 
welche btefe Aufgaben ooüenbet Ratten, würben noa) folgenbe jur Bearbeitung gegeben; 5-x 7 -f- 
y 7 = 2188, x -f. y = 4. - t>. Sin Dreiecf ju confiruiren, ju welchem ber Umfang (2p), tte 
Mittellinie (m), bie ben SBintel an ber ©pi$e ^albirt, unb baö Ser^ältniß ber ©djenfeifeiten gege^ 
geben iji» — 7 Sin 2)reiecf ju conftruiren, ju meinem bie ©rmibfeite a, ber 0labiug r beß um* 
ftt)iiebenen Greifes unb ba^ SSer^ältniß ber Mittellinie, bie Un üQintti an ber ©pi^e ^aibirt, jur 
APö^c gegeben iji. - 8. Die Oberfläche eines ^egelftumpfee $u finben, beffen ^bl^e 4 §uß, befjen 
3n|att 28 Äubtffuß beträgt, unb in welchem bie ©umme ber ®runbfläc^e unb ber £)ea*fläcfye 15 
Quabiatfuß beträgt. — 9. Die ©lieber einer Proportion ju pnben, wenn bie ©umme ber ©lieber 
12, bie ©umme ifjrer Dualrate 50, bie ©umme %er 5. ^otenjen 8052 ift.) 



22 

IL 3m jmeiten Quartal 1866. 2ßirb ber Gtbaraeter eineä Sanbeö burdj feine 23e- 
wohnet benimmt, ober ber (praeter tiefer bitrtfy jenes, ober fielen beibe in 2Öed}fel»irfung , ober 
»erben ff e bur<$ tttoaö oon ifynen Unierfcfyiebeneö bejiimmt? - Respublica Romana quibus virtu- 
tibus nisa e minima evaserit maxima explicetur. - 1. (x - y) (x 2 — y 2 ) = 833, 
(x -f y) (x 2 -f- y 2 ) = 2873. - 2. Sin £)reied ju conftruiren, \\x »eifern ber Umfang 2p, 
ber Nablus q { be$ $tetfe$, Welker bie ©mnbfeite unb bie Verlängerungen ber @$enf eiferten be- 
rührt, nnb ein SBinM ß an ber ©runbfeite gegeben finb. — 3. @in 93iere(f ABCD jn beregnen, 
ju meiern AB = 0,587, BC = 0,432, a = 38° 21' , == 81° 26' 19", y = 107° 10' 
38" gegeben finb. — 4. 2Bel$er jätyrltdje ^Beitrag muf 5 3i^e Jjinburd) gejault werben, wenn in 
ben barauf folgenben 10 3^ren bte 3^reörente oon 125 2$frn. belogen »erben fotl , unb ber 
ßinefug 5% % beträgt? — (Hüftbein: 5. 3" twm geraben «ftegel ifi gegeben ber 3n^alt = 36, 
ber Sftantel == 45; gefugt »irb r unb h. — ). 

III. ÜRtd&aeli« 1866. £>a$ Seben ein Sraum, ba* £eben ein ßampf: finb bie beiben 

<5ä^e toatyr ober nnr einer oon tbnen? Bellum quoque habere quod salutare sit demon- 

1 1 12 

stretur. — 1. xy (x -f y) == 420, f~±-= — . — 2. 3™ Drciecf finb gegeben 

x y oO 

ber SHabtuö (r) beö umfe^riebenen Greifes, ber 2BinFeI (a) an ber (£fci£e, unb bie "Differenz (d) 

ber (Scfyenfelfetten; baß X)reiedf ifi: ju conftruiren. — 3. @in SSiererf ABCD ju beregnen, ju »eifern 

BC = 13, CD = 14, DA = 12, *- CBA = 83° 15', *- DAB = 40° 22' gegeben finb. 

— 4. @tn £)retecf ABC rollt um eine burefy C außerhalb beä £)reiecfö gezogene $re, auf meiere 

toon A unb B bie £ot$e Aa unb Bß gefällt finb; eö fofl ber 3*ttjalt beö entfietjenben Ummaflungg* 

Jörfcerä beregnet werben, menn Aa == 5, Bß — 6, Ca = 4, Cß = 3 gegeben finb, unb öor- 

y 

auägefefct »irb, baß C jmffdjen a unb ß liegt. (2lu§erbem: 5. log 3 = log (J/ 1024 -f- 4) 

y 4- 4 
log 2, - — = x 2 -f 3x 3. — 6. Sin £)retecl ju conftruiren aus bem Umfange, 

bem SHabiuä beä umfefyriebenen Greifes unb bem 9iabtu$ eines äußeren 33erüt)rung$freife$. — 7. 
3cmanb ja^lt an eine Sftentenfaffe 10 3<*&*e ^«9 ben Beitrag fcon 100 $blr. , bat auf 5 3^c 
lang ben Beitrag oon 50 £t)lr.; meiere diente fann er bie barauf folgenben 15 %atyxt bejiefyen, 
toenn ber 3tn$fu§ »äljrenb ber ganzen 3*i* 5% beträgt? 



2)er Unterricht bes SÖinter&albja&rS 18 65 / 66 begann am 10. Dctober öor. 3-, t>er be$ 
©ommerbalbjtabr^ 1866 am 10. Styril. 3u SDctdjaeliä 1865 »erliegen bte <5eminar*2Jcitglieber 
®enfcen unb ©runo bie Slnftalt, um an ber ^teftgen gricbrid^ilbelm^©cJ)ule befepfttgt $u 
werben, in ba$ (Seminar würben bte ßanbibaten #offmann unb ©ufferow aufgenommen. 
3u Oftern t>. 3- i$ieb ber (Maborator 33e$er »on bem ©^mnaftum, um eine gefyrerftette an 



23 

bem dtymnaftum ju -fteu^tcttin $u übernehmen; unfere Slnflalt ift itmt wegen ber dkwiffenfyaf* 
tigfeit, Streue unt> Siebe, mit welker er feinem Berufe oblag unb feine (Scfyüler leitete, ju leb* 
baftem £>anf verpflichtet. £)ie prosnforifcfye Verwaltung ber fünften (Sollaboratur würbe bn t>em 
beginn beS ®ommerl)alb}al)r3 bem Dr. NatbufiuS übertragen, welker bis bafyin Mitglieb beS 
(Seminars gewefen war; in baS ©eminar traten bie (Sanbibaten ©cfyulz unb Dr. Otter ein. 
3n golge ber Mobilmachung ftellten bte £ülfSlet)rer $lo£ unb Dr. 9latl)ufiuS am 12. $flai 
b. 3- t^re Stfyöttgfeit am ©tymnajtum ein, mit bem ©rf)lu§ beS Unterrichte beim Wegtun ber 
(Sommerferien am 4. 3ult »erlief baSfelbe ber ßanbibat Sc^ulg, um sunäd)ft feiner <Dienft* 
Pflicht afö freiwilliger ju genügen; er fyatte einen guten Anfang in bem gefyrerberuf gemacht, 
•ftad) ben Serien am 2. ^luguft trat ber (Sanbibat föarmofyl in ba3 ©eminar ein. AuS bem 
Mitgeteilten ergiebt jtdj, X>a$ baS ©ommerbalbjafyr burcr) wieberfyolte Veränberungen in ber 
Verleitung t> er Sectionen ein fefyr bewegtes gewefen ift, unb namentlich ben £ef)rern ber unteren 
klaffen in ifym fernere Aufgaben geftellt würben. £ierp ift gefommen, baf, ba im Anfang beS 
3uni bie Spolera auf eine fer)r üerberblicfye 5Beife bierfelbft aufgetreten war, auf 5lnorbnung beS 
königlichen $roöinsial*(5d)ul*(£ollegiumS von Pommern öom 14. 3uni bis 31t ben ©ommerferien 
ber Unterricht beS Nachmittags ausgefegt würbe, unb baf eine beträchtliche 5lngat;l »on ed)ülern, 
befonbcrS foleben, bereu Angehörige auferfyalb Stettins wohnen, bie Stabt »erlief. Üftad) ben 
gerien ftnb günftigere Verfyältnife eingetreten, unb eS fyaben ftcf) feitbem Set)rer wie Schüler mit 
(Jifer angelegen fein laffen, baS olme t^re Scbulb Verfäumte nad^uljolen. 

(Zernag einem Minifierial*($:rla§ Dom 15. Mai t>. 3- war naefy erfolgter Mobilmachung 
benjenigen Schülern ber $>rima, welche biefer klaffe im eierten |>albjaln* angehörten, baS mili* 
tairbienftpfliebtige Alter erreicht Ratten, unb vor ifyrem (Eintritt in baS ^eer auf ben 3Bunfc^ 
ibrer Altern fiel) ber Abiturienten Prüfung unterbieten wollten, geftattet, ft$ $u biefer fofort gu 
melben. Drei unfercr Sdjüler würben bemgemäf geprüft unb am 6. 3uni für reif erflärt. 
Aufer biefen fcfyieben noeb neun Scfyüler ber obern klaffen von uns, um in baS #eer einzutreten. 

Am 12. November »or. 3- erteilte ber #err @onjtftorial = Natt) GaruS Sehern unb 
Schülern beS (S^mnaffumS in ber l)iejtgen Sd)loffircbe baS fyeilige Abenbmafyl. — Am 21. 
December ». 3-/ in ben Abenbftunben fanb eine 2ßetbnad)tSfeier in ber Aula ber Auftalt unter 
Leitung beS Drganiften Stobt ftatt, bn welker (Skfänge von bem (Stymnaftakß&or vorgetragen 
unb dkbtcfyte bcclamirt würben. — Am 24. gebruar b. 3- »eranftaltete ber (gefangnerem ber 
oberen klaffen unter Leitung beS ^rofefforS ©rafmann in ber Aula eine muftfalifcfye Abenb* 
Unterhaltung. — Am 22. März b. 3- würbe ber (Geburtstag ©r. Majeftät beS Königs feierlich 
begangen; ber (So Ilaborator Semcfe regte burcl) Säuberungen aus ber ©efcfyicfyte Stettins 
patriotifcfye (Smpfmbungen an. 

Am 5 Mai b. 3. feierte bie 5Infralt baS fünfzigjährige «Dienftjubiläum feines älteften 
gefyrerS, beS ^rofefforS Dr. ©iefebrecH ^einric^ Subwig St^eobor ©tefebrecfyt würbe 
geboren am 5. 3ult 1792 ju Mtrow in Mecflenburg*Strelt£, wo fein Vater ^aftor war. Auf 
bem ©ipmnaftum zum grauen Softer in Berlin gebilbet, ftubirte er auf ber bortigen Unwrjttät 



24 

Ätiologie unb ^btlofopfyie im Scfyxt 1812, trat 1813 in ba3 @tre(tjf(^c Imfaren * Regiment 
unb meiste ben gelbjug be£ 3at)reö 1813 mit; »on £)ftern 1814 bi$ 1815 fhibirte er in 
©rcifSwalb, warb bann wieber ©olbat unb biente btä 2Beifynacbten 1815. Wlit bem beginne 
M 3^$ 1816 trat er alä 2el)rer in ba£ bieftge ©^mnaftum ein unb warb am 5. SJcai 1816 
»ereibigt. @r ^>at an unferer Slnftalt in anerfannt fegcnäreidjfter £()ätigFeit nur mit einer Untere 
brecfyung gewirFt, bie burd) feine 33etf)eüung an ber ^attonal^SSerfammlung $u granffurt a. Tl. 
alä Slbgeorbneter ber ©tabt <&tiüin in ben 3^ren 1848 unb 49 veranlaßt worben ifl <Bt\t 
bem 1. 3ult 1852 ift er erfter $rofeffor be3 gtytmwjtumS. 51m 18. Dctober 1861 M (Megenl)ett 
ber Krönung ©r. SDlajcfrat be$ $önig$ erhielt er ben Slofyen $bler*£)rben vierter Älaffe, am 
21. 3ult 1862 ernannte t(m bei ber @inweifyung be£ neuen ®ebäube$ ber Univerfttät Königsberg 
bie p^ilofop^tfdbe gacultät tiefer Univerfttät $um Doctor honorarius. 2luf feinen 5ßunfc^ mürbe 
ifym üon ben sorgefegten 33ebörben feine ^enffomrung gu £)ftern b. 3- gemährt; es gefcfyaf) unter 
ben ifyn ebrenbften 33ebingungen. Da inbeffen burd) fein (Scheiben von bem (Stymnaftum $\i 
£)jtern bem Unterricht große ©cfywterigFeitcn bereitet werben wären, fo ging er auf bie 33ittc, 
noeb im ©ommerfyalbjafyr ben Unterricht in ber Religion unb im Deutfcfyen in ben beiben 2lb' 
tbeilungen ber $>rtma $u übernebmen, mit einer in fyobem ®rabe banFenemertfyen bereitwillig feit 
ein; bafyer wirb er erft mit bem <5a)luß be£ gegenwärtigen £albjabr£ au$ bem £efyrer*@ollegium 
unferer 2lnftalt austreten. 2lm 5. -UM b. 3, feinem (Sfyrentagc, in ren SSormittageftunben 
würbe if)m reicfylid) bie £i)eilnabme an bem gefte, ba3 ilm feierte, ju erfennen gegeben. 3m 
(Sonfercn^tmmcr begrüßten ilnt bie Ferren £)ber * 23ürgermet[ter gering unb Bürgerin elfter 
<5ä) allein im tarnen be$ -üJcagifiratö von (Bkttin unb fpracfyen tfym ben DanF für feine ber 
3ugenb unferer ©tabt erwiefenen Dt'enfk auü. Der SBorftanb ber »cm bem Dberpräjtbenten «Sacf 
unter ($Hefebred)t'3 TOroirFung gefHfteten ©efeüfd^aft für 3)ommerfcbe dkfcfyicbte unb Sllter* 
tbum^Funbe, bereu ©ecretariat er in ben 3a^en 1825 bi£ 29 geführt, für bie er afö $citglieb 
be$ 2Iuäfd)uffe£ aud) nacbfyer tfyättg gewefen, unb beren 3eüfd)rift er mehrere 3afyfe lang rebigirt 
bat, banfte ifmt unter Ueberreid)ung be3 tfym gemibmeten 2 . #efteä beS 21. 3a&tgangeg ber baltt* 
feben ©tubien in einer von $errn ^rofeffor gering gehaltenen 2lnfprad)e für bie vielfachen 
»erbienftv ollen geiftungen, bureb welche er bie dsacfye ber (S5efeÜfd)aft geförbert fyabc hierauf 
übergab ibm ber ßöniglicbc ^romnjiaU ©dmlratb £err Dr. 2öef)rmann im auftrage beS 
königlichen $ro»inäial*(5cfyul*(Sollegium3 von Sommern ben von ©r. SDcaieftät bem Könige in 
SlnerFennung feiner SBerbienfk um bie 53ilbung ber 3ug,enb unb um bie SöecFung patriotifc^er 
^eftnnung ibm verliehenen Slbler ber bitter be^ |)o^en^olIern^Drbenö. 2luf jebe ber an ibn ge* 
richteten Slnfpracben erwieberte er ^ßorte beö Danfe^. Sllöbann fanb bie geier in ber 5lula 
\tatt, an welcber jtc^ eine erfyeblirbe 5ln^abl früherer ©cbüler (^iefebrec^t^ unb fämmtlicbe gegen^ 
wärtige ^mnaftaften »on $rima bi^ Dber^Quarta unb je fünf <5d)üler auö ben unteren klaffen 
betbetligten ; e^ würben »on bem ©efangcljor unb bem ®efang*$ereine beö ©^mnajtum^ Thx\\U 
flücfe, gum ^b^il nacb ®iefebrec^tfc^en Dichtungen, »orgetragen, abwecbfelnb mit Declamattonen 
öon ®ebtcfyten beö 3«bilar^. Die geftrebc In'elt ber Unter^eicbnete; er ^ob bie 53cbeutung ber 



25 

feltenen geter bersor, Gilberte t>te @igentl)ümlicbfeit be£ gefeierten unb feine SBerbienfte um bie 
SInftalt, unb gab bem Danfe, ben ifym biefelbe für feine fünfzigjährigen treuen unb fegenSreicfyen 
Dienfte frfjulbet, SfuSbrucf. 5^a^ ben geftgcfängen überreichten bie Scfyülcr bcr $rima eine 
(Sammlung öon jtupferfticfyen $aulbaaVfd}er Silber, unb bie ber (Secunba einen ftlbernen $ofal 
i|)rem |>ocr;t>erer)rten Sekret. Darauf übergab ber ^bntglit^e $roötnztal*(Sd)ulratb £err Dr. 
2Be Ermann bem 3ubilar ein bie SBerbtcnflc be$felben in efyrenbfter SBeife anerfennenbe$ (SMücf* 
ttwnfc&fcbreiben üon leiten be£ fyieftgen königlichen 5>roinnzial*(Scbul*(£ollegium3. 3ulefct über* 
reifte bemfelben ein Sfaäfcfyufi au$ ber 3^1 früherer (Scbüler ben «Statute * Gsntnmrf eine£ mit 
(SHefebrecfyrs tarnen $u bezeicfynenben <Stipenbium£ gur Unterftüfcung bebürfiiger, auf bem 
fyteftgen ©tymnaftum gebilbeter (Stubirenber ; bie »on (Schülern aus ber ganzen Qtit, in melier 
unfer teurer greunb bem (Stymnaftum angehört §at, gewährten Beiträge beliefen ftcb auf unge* 
fäfyr 2000 Xtyx. gür jebe einzelne ber ifym gu Xfytil geworbenen ©aben fpracb ber 3ubilar 
in berebten, aus bem 3nnern ftammenben unb ba£ 3nnere ergreifenden ^Sorten feinen Dan! 
au$. 5lm Scblug ber geter rourben, fo roie eg am Anfang gcfdjefyen mar, »on allen 2lnroefen* 
ben einige (Sfjorafoerfe gefungen. £)er 3ubilar, reeller am 24. 9Jcai b. 3- *>on ber tfyeologifcfyen 
gacultät ber Untoerfttät ©reifgroalb gum Doctor honorarius ernannt roorben ift, fyat auger ben 
3eid)en ber Slnerfennung, ber %kh? unb ber Sßerefyrung, »on benen bier berichtet roorben, noef) 
öielfactye 33eroeife ber £l)eilnal)me unb 2)anfbarfeit erhalten, bie l)ier nicfyt befonberg ermähnt 
werben, ba jte mefyr privater 2lrt geroefen ftnb. Qu nennen ftnb jebod) einige ilmr gu feinem 
gefttage »on früheren (Schülern geroibmete ©Triften, nämlicb auger bem bereits genannten #efte 
ber balttfcfyen (Stubien folgenbe: Dr. (Sbuarb SBöfymer $u #alle über Dante'ä SUJonarcfyte; 
5>aftor unb (Seminar * Director grang (Splittgerber $u $M)ri£ über (Scblaf unb £ob; 5>ro*= 
feffor grang $ern $u ^forta: 3o^atm Scfyeffler'g @l)erubimfc()er 2BanberSmann; Dgfar 
$lo£ $u (Stettin: Quaestionum grammaticarum speeimen. — Ueber feine literartfebe £fyättg- 
feit fyat £ubroig ®iefebrect)t folgenbe Angaben bem Unterzeichneten auf beffen 33itte mttge* 
tfyeilt: 3ur $äbagogtf: gefjrbud) ber alten ©efcfytcbte. Berlin 1833. — Scfyrbucf; ber mittlem 
®efa)id)te. (Stettin 1836. - 2el)rbud) ber neuern ©efebic^te. (Stettin 1846. — Singelne 2luf* 
fä£e in »ergebenen 3^tfc^riften: a. in ($5iefebrecrjtS unb £afen$ neuen ^ommerfajen 9>roöin* 
Ztalblättern , b. in -iM^ellS 3^lf^rtft für baS (^^mnaftalroefen, c in ber «Damariä »on ©iefe*= 
breast, d. in ber £)amari£ »on ©iefebrec^t unb 23öbmer. — — 3^ ®efd)icf;te: S5on ben 
©c^icffalen be0 £anbe£ Sommern, ^ttttin 1821. — 2Benbifdje ©efd)ic^ten auö ben 3fl^ren 
780 bis 1182. 3 53änbe. «erlin 1843. — £alfreb 33anbrabaffatb. Programm beS (gtettiner 
®5pmna(tum0 1830. - Der gürftenbof in TOroro. Programm beö ©tettiner ©^mnajtumS 1863. 
— Ueber einige ©ebidjte ber ©ib^Ua (Sc^roarg (Stettin 1865. - Einzelne Sluffä^e in 3«tf<tyrtften: 
a. in ^alen^ $ommerfcl)en ^roöinzialblättern, b. in ©iefebrec^tS unb £afeng neuen 5>ommerfc^en 
^roöinzialblättern, c. in ben 33altifd)en (Stubien, d. in 5lbolf ©c^mibtS 3^'tfd)rift für ®e* 
fcbic^tSroiffenfc^aft, e. in ber 2)arnari3 »on ©iefebreebt, f. in ber <Damari3 oon ©iefebrec^t unb 
53öf)mer. — Qnx 2lltertf)um^lunbe: 2luffä£e in 3^ttfc^riften: a. in ben 33alttfcf)en <&t\x* 

4 



26 

bien, b. in 21. Scfymibte 3^tfd)rift für ®efd)tcbt$wiffenfd)aft, c in ber Stamaril von ©iefe* 
brecht, d. in ber -DamariS von ©tefebrec^t unb Vöbmer. — — Qux g>o e f t e: ®ebid)tc. 
Seidig 1836. - Beiträge in poetifcfyen Sammlungen: a. in bem 3cd)rbüctylein £>eutfd)er ©ebtebte 
auf 1815. Stettin 1815, b. in gouque'S graucntafd)enbucb, c. in #afen$ $ommerfd)en $ro* 
vinzialblättern, d. in ©iefebrecfytö unb .gmfenS neuen $>ommerfd)en ^rovinzialblättern, e. in ben 
33altifd)en Stubien, f. in bem $lufenalmanad) von (Sbamiffo unb Schwab, g. in bem berliner 
ßonvcrfationSblatt, li. in ber DamariS von (SMefebred)t unb Volmer. 

(£$> bleibt bem Unterzeichneten an biefer Stelle ntdjtS übrig, als feinem fyocr>verebrten 
greunbe, bem er nicfyt bloß in amtlicher Vezielwng innig verbunben ift, fonbern bem er audj für 
bie burdt) ilm erhaltene geiftige görberung in vielfacher 23eztebung ft'dt) auf bau £ieffte verpflichtet 
füljlt, ben wä'rmften unb aufrid)tigften £)anf für all baS ®ute unb Gsble, ba$ er unferm teuren 
(Stymnaftum in einer fo langen unb burd) bie reicbfyaltigftcn Erfolge gefegneten £bätigfeit gewährt 
X)dt, in feinem tarnen, roie in bem fämmtlicfyer 2el)rer ber Anftalt auSgufprecben. $löge ber 
allmächtige ®ott bem würbigen -üftanne ben Abenb feiner £age mit ber ®nabe »er^errlt^en, bie 
(£r tbm hü ber gübrung burd) ein innerlich fo viel bewegtes Seben bewiefen l)at! — 

3m Safyre 1821 l;atte jt'cfy fyierfelbft ein herein gur Untcrftügung bülfsbebürftiger Schüler 
beS dtymnaftumS $u Stettin gebilbet, beffen Statut burd) 2lllerl)öd)fte ßabinetS*£)rbre »om 13. 
December 1824 genehmigt worben war; biefer herein fyatte ftd) allmäpd) bureb ben Abgang 
feiner SJtitglieber aufgelöft, unb feine VermögenSmaffe war in ben legten Salden öon bem £)irector 
unb gn>et £>berlel)rern beS ©^mnaftumS verwaltet worben. (SS mußte angemeffen erf deinen, an 
Stelle beS nicfyt mebr vorfyanbenen Vereins eine ftatutenmäjnge Stiftung zur Verwaltung beS 
ftd) auf 3700 £l)lr. belaufenben Vermögens unb gur Unterftügung von ©tymnaftaften aus ben 
eingebenben 3tnfen treten gu laffen. üftaebbem Se. Sftajeftät ber $önig mittele 5lller^öcbften 
<£rlaffeS vom 21. gebruar b. 3- $u genebmigen geruht fyaben, ba$ bae nad) 5luflöfung beS 
Vereint verbliebene Vermögen gu einem mit bem fyieftgen ©tymnajtum verbunbenen gonbS für 
bie Unterftügung roürbiger unb fyülfSbebürftiger Scbüler ber Slnftalt verroenbet werbe, fyat Se. 
(Srceüenz ber #err TOnifter ber geiftlid^en, Unterrichte unb SJJcebicinaU Angelegenheiten baS 
Statut ber Stiftung am 14. SJtärz b. 3- beftätigt. 

Se. $tajeftät ber ßönig \)abm mittel 2Werf?öd)ften (SrlaffeS vom 14. Auguft b. 3- 
gerufyt, bem Sftujtfbirector Dr. £oewe, welcher burd) ben Stanb feiner ©efunbfyeit ver^inbert 
roorben ift, ben Unterriebt am (Stymnaftum roieber gu übernehmen, ben SRotben Abier * £>rben 
britter klaffe mit ber Sd)leife zu verleiben. 



3m Saufe beS ScbuljaljrS ift ber ®9mnaftal*Vibliotbef von bem Äöniglicben 3Jtmifte* 
rium ber gei|Uid)cn, Unterrichts* unb $cebicinal*Angelegenl)eiten eine Anzabl von IBücfeern gefcfyenft 
tvorben. Aucb in biefem 3at;re l)at ber Unterzeichnete von 2Bo^ltt)ätem ber Anftalt ©aben zur 
Verfügung erhalten, burefy welche bebürftige Schüler unterftügt werben lonnten. 



27 

gür biefe ©efdjenfe unb Gaben wirb hiermit ber fctyulbige Dan! ebrerbietigft au£* 
gefprocfyen. 

Durd) ben £ob verlor bte Anftalt fett TOcfyaetiS ». 3- tcn Oberprimaner Stttid), 
ben Untere Tertianer 3 öHner, bte Unter* Quartaner $opp unb Erfyarbt unb au£ ber 23or* 
fd)ule ben ©d)üler ©tarf. 

Sin grämten erhielten bti bem 9tebeactuS $u $lid)aeti£ 1865: 

1. Der Abiturient 33ud)bol£: ». ftanfe, 9 S3üd)er $reußif$er Gefcbicbte, 

2. Der Abiturient SWfi&ell: Eifenlobr'3 $^ftf. 

3. Der Abiturient SBotgmann: 33leeP$ Einleitung in ba$ Alte £eftament. 
4 Der Abiturient poppet 9ceanber'6 Gefcfyicbte ber cfyriftticfyen $irctye. 

5. Der Abiturient £imm: £errmann'S ©riedjifcbe Antiquitäten. 

6. Der Oberprimaner Prüfer: ©cfyömann'ä ©riecfyifcbe Altertümer. 

7. Der Oberprimaner ©pobn: ©ubl unb $oner, bae geben ber Griechen unb Körner. 

1 SBom 13. October 1865. Anorbnung, tag ber Unterricht um 8 Ul)r Borgens 
unb um 2 Ul)r üftacfymittage mit bem ®locfen)d)lag begonnen werbe. 

2. $om 26. Dctober 1865. 2Jlittbeilung eine* $tfniftcrial*9tefcriptg »om 11. ej. in 
^Betreff ber 3 e «9«iff e , twlctye 53el)uf^ ber Reibung gum etnj[är)vtgen freiwilligen SMitairbienft 
ben ©dmlern ber (Secunba in ben ©tymnajten, Sftealfcfyulen 1. Orbnung unb ben anerfannten 
^»rog^mnaften gu erteilen ftub. 

3. $om 21. 9Jcär$ 1866. SEftittbeilung einer ßircular * Verfügung be3 ^ömgltcfyen 
ü^inifiertumö ber getfllicben, Unterrichte unb 9ftet>icinaU Angelegenheiten öom 10. ej., betreffend 
bie Suläfjtgfeit einer Aenberung ber für ben matfyemattfcfyen Unterricht in ber 3>rima unb ber 
£ertia beftimmten €tunben$abl. 

4. $om 12. April 1866. $cittbeilung bcS »on ©* ©reellen^ bem £errn Ütttnifter 
ber geiftlicfyen, Unterrichte unb $cebicinal * Angelegenheiten unter bem 14. Wläx% ej. betätigten 
Statute einer Stiftung gur Unterfiüfcung roürbiger unb bülf^bebürfttger Kepler beg (Stymna* 
ftum$ gu Stettin. 

5. SBom 3. Wlai 1866. Genehmigung ber ©nfityrung beS SJHttelfyoc&beutfcfyen 2efe* 
buct)e^ für bösere €et)ranftalten öon£ein£e, jum ©ebrauefy in ben beiben Abtbeilungen ber ©ecunta. 

6. SSom 14. 5Jcat 1866. 3Jttttbcilung etneS öon minifterieller ©eite unter bem 29. 
Wärt ej. feftgeftellten Sfteglemcntä für bie £urnle&rer*$rüfung. 

7. $om 16. 2Hai 1866. 2Ritt&eilung ber buret) ÜttinifleriaNtSrlaß »om 15. ej. ge* 
roäbrten Ermächtigung, mit benjenigen Primanern, welche ber $rima im vierten (Semefter ange* 
boren, tag militairbienftpflicfytige Alter erreicht baben unb je£t in bie Armee eintreten motten 

4* 



28 

ober muffen, falls tyre (Sltern e3 nnmfcfyen, ausmafymSroeife fogleicfy bie 2lbtturtenten*prüfung in 
ber mfd}rift$mäjttgen SBeife abgalten. 

8. SBom 14. 3uni 1866. 2lnorbnung, baß in SRücfftcfyt auf bie anbauernbe #t£e unb 
bie in Stettin ^crrfc^ente ßljoleraeptbemie bie üftacfymittagSlectionen b\$ p ben ©ommerferien 
au^gefe^t werben. 

9. $om 2. 3ult 1866. 2>Httf)eiluna eines 9ttinifterial*(Srlaffe$ öom 26. 3um ej., be* 
treffenb bie 23e)d)ränhnig ber Sftfclamationen bienftpflid)tiger &brer auf bie allerbringenfcften gälte. 

10. $om 18. Sluguft 1866. SJtitt^eilung ber $erleit;ung be£ föotyen 2lbler*£)rbem3 
britter klaffe mit ber ©c^leife an ben bisherigen ®efang* unc $Utftflefyrer am (Stymnaftum, 
SDtoftfbirector Dr. goeroe. 

». <gtatiftifd>e ttefcetftc&t* 

3u £)ftern b. 3- fyaben folgcnbe (Sdjüler ber 2lnftalt bie 3Jkturität$*prüfung beftanben 
unb baS (Stymnaftum mit bcm 3^gnig ber Steife oerlaffen: 

1. gratis Paul 2Bittenf)agen aus ®rabon), 21 3 / 4 3. alt, 12% 3. auf bem (Stym* 
naftum, 3 3- in prima; ftubirt in Berlin Geologie. 

2. gricbrtct) 3ofepl) Gurt ©gröber aus Stettin,, 19% 3- alt, 7% 3- auf bem 
(Stymnaftum, 2V 2 3- in prima; ftubirt in S3onn 2lr$neifunbe. 

3. Gbuarb peter £i)eobor Prüfer aus Dreien) ($rete granjburg), 21 3- alt, 
5% 3- auf bem ©tymnaftum, 2 3. in prima; ftubirt in Berlin Geologie. 

4. S^cobor ftarl griebrid) 233ert|) aus trafen) bei peneun, 21% 3- alt, 6% 3- 
auf bem (Stymnaftum, 2 3- in prima; ftubirt in £alle Geologie. 

5. ßonftantin ^ermann 2Bill)elm gerbinanb ßrafymer auS ©ollnott), 20 3. alt, 
113- auf bem (Stymnaftum, 2V 2 3- in Prima; ftubirt in §eibelberg $ed)t0unffenfa)aft. 

6. 3uliuS griebriefy 2Bityelm Älöcfner aus £ipgarten bei Uecfermünbe, 19 3- alt, 
4V2 3. auf bem (Stymnaftum, 2 3- in prima; ftubirt in Berlin Philologie. 

7. ftubolpb ßarl Subtoig <Sd;nell aus £ött>i& bei Inflam, 20% 3- alt, 8 3- auf 
bem (Stymnaftum, 2 3- in prima; ftubirt in ©reif&oalb Geologie. 

8. @rnft Sluguft ®ufta» (Spo^n aus (Stettin, 19 3- alt, 7 3- auf bem ©^mnaftum, 
2 3- in Prima; ftubirt in Erlangen Geologie. 

9. £errmann 3uliuS £inbe aus 33rünfen bei (Streifenwagen, 21 3- alt, 8 3- auf bem 
(Stymnaftum, 2 3- in Prima; ftubirt in Berlin Geologie. 

10. ßarl @eorg 3<^ann ßrüger au* £)berfcof bei ^llt^amm, 18% 3- alt, 5% 3- 
auf bem ®$mnaftum, 2 3- in prima; ftubirt in S3onn ©taatStoiffenfc^aft unb ®efd)id)te. 

11. Paul Dtto Sitelmanu au$ 3afeni$, 20% 3- alt, 7% 3. auf bem dtymnaftum, 
2 3. in prima; nnbmet ftd) bem gorftfaefy. 

12. ©uftao griebridj Strtemer au* (Stettin, 19% 3. alt, 8% 3- auf bem ®!>m* 
naftum, 2 3- in Prima; ftubirt in ($5reifStoalb Geologie. 



29 

13. 3<^annea 2Imanbu$ ©d&ula au$ ÄallteS, 21 % 3. alt, 7V 2 3- auf bem (Stym* 
najtum, 2 3- in $rtma; ftubirt in ©erlitt Geologie. 

3m anfange be$ 3uni b. 3- ^abcn folgenbe ©Eitler bte SJtaturitä'tS * Prüfung be* 
flanbcn uttb baö ©tytnnafutm mit bem 3eugni§ ber Steife serlaffen: 

1. (£rnft ftein&arb £einrt$ Sfcoloff au$ SMbenberg, 20% 3- alt, war 7 3-2 $lo* 
ttate auf bem (Stymnaftum, 2 3-8 Sflonate in $rima; er trat in£ £eer ein unb wirb fpäter 
^bilologie ftubtren. 

2. ßarl 2Bü&eIm Krüger aus $afewalf, 19% 3. alt, war 3 3al)r 8 Monate auf 
bem ©tymnaftum, 1 3- 8 Monate in $rima; ftubtrt 2:i>eoIogte unb Ätiologie in ®reif£walb. 

3. gran^ gerbtnanb £)tto 2Beid)brobt au£ ßmilienfyof bei (Sammln, 20y 2 3- alt, 
war 7 3-2 SJlonate auf bem (Stymnajtum, 1 3. 8 Monate in $rima; wirb ©olbat. 

3u SDHctyaeliS b. 3- werben folgenbe <£$üler baS (Stymnajmm nacb beftanbener 
•Maturitätsprüfung mit bem 3eugni£ ber $etfe oerlaffen: 

1. ©ufta» ©ernfyarb @buarb Weimer aus Slleranberfyof bei ^ren^lau, 21 3- alt, 
5V 2 3. auf bem ©tymnaftum, 2 3. in $rima; will in ©reifSwalb Geologie ftubiren. 

2. ^ermann 2luguft ©ottfrteb ©onnenburg aus ^aferoalf, 21 3- alt, 5 3- auf 
bem (Stymnajtum, 2 3- in $rima; will in ©erlin Geologie unb $l)ilologte ftubiren. 

3. 3oftanne« griebrid) ßarl $ off mann au$ (Stettin, 18% 3- alt, 9% 3- auf bem 
(Stymnaftum, 2 3- in 5>rima; will in ©onn Ätiologie ftubtren. 

4. ©eorg £einrid) ©tegfrteb 3B anbei aus (Stettin, 19V 4 3- alt, 6% 3- auf bem 
(Stymnaftum, 2 3. in $rtma; will in £alle £beologie ftubiren. 

5. ftarl Dtto <g$ali au* 5llt^*öneberg bei ©erlin, 20% 3- alt, 11% 3- auf 
bem (Sfytnnaftum, 3 3- in $rima; will jt$ bem gorftfacfy wibmen. 

6. 3ean George 2)egner au$ Stettin, 19 3- alt, 11% 3- auf bem (S^mnajtum, 
2 3- in $rima; will in ©onn Slrjneifunbe ftubiren. 

7. ©u(la» Stoolpfc ^einricö £lug aus ftegenrcalbe, 18 3. alt, 5% 3- auf bem (Stym* 
naftum, 2 3- in s J»ritna; will in (Hattingen Geologie unb ^ilologie ftubtren. 

8. ealomon ©eljrenbt au* SJcaffow, 20 3- alt, 9% 3- auf bem (Stymnaftum, 2 3- 
in $rima; will in ©reifewalb ^r^netfuttbe ftubtren. 

9. £einrid) 9htbolpl> @n>alb 0. 3ittn>i^ au$ glatow in SBeftpreußen, 19% 3. alt, 
5 1 /* 3. auf bem (Stymnaftum, 1% 3. in $>rima; wiH ©olbat werben. 



30 

33ci ber beoorftefyenben ©djulfeier werben folgenbe Vorträge gehalten werben: 

1. Weimer (Abiturient): De Horatiano illo: dulce et decorum est pro 
patria mori. 

2. SBanbcl (Abiturient): Ueber bag «Ber^ältnif ber ©efd^tdbte gur SKujtf. 

3. ». 3tttwi# (Abiturient): Deutle $oefte unb beutle ©ef<$i#te. 



3u biefer geier beehre id) mid), <3e. ©rceflenj ben königlichen 2Birflid)en ®efyetmen 
SRatb unb £)ber^räftbenten oon pommern £errn grei^erm ©enfft »on pilfad), bie £oa> 
löblichen ganbeg*ßollegien unb SJcilitair^ebörben, bie öerefyrten Kuratoren unb 
Patrone be£ ®9mnaffumg , bie IBäter unb Angehörigen unferer 3ögtinge, fo wie aufy alle 
©önner unb greunbe unferer Anftalt efyrerbietigft unb ergebenft eingaben. 



Der Anfang beg neuen ©cfyuljafyreS ift auf Dienftag ben 9. Dctober beftimmt. Die 
Prüfung son ©ctmlern, t>ie in t)tö (Stymnaftum aufgenommen werben f ollen, wirb am greitag 
unb Sonnabenb bem 5. unb 6. Dctober in ben SBormittagäftunben »on 8 ü\)x ab in bem ßon* 
fereng^ßtwmer be$ ($9mnaftum£ ftatt fmben. Die Aufnabme öon (Schülern in bie SBorfcfyule ift 
auf SJcontag ben 8. Dctober um 9 Ul)r Vormittage an bemfelben Orte feftgefe£t. 

$!♦ ©♦ &et}bemann. 







31 






Dcrtl)cü:un0 foer ^Tcctioncn an Vit $t\)ttx 


im Wnterljalbjaljr 18 65 / 66 . 


Jtä 


> 
8 e ^ r e r. jDrbin. 


$rtma. 
a. b. 


(Secunba. 
a. b. 


Tertia, 
a. b. 


Duarta. Duinta. ^erta. 
a. b. a. b. a. b. 


<S 


1. 


Sirector £etybemann. 


I a. 


8 Ut. 
3®ef$. 




3®efcfc. 






1 1 


i 
1 






u 


2. 
3. 


Cßrofeffor Dr. ®iefebred)t. 




2*Äelig. 
3$>if*. 


2$elig. 
32)tf*. 


l$$:*w*.\ 




i 




i i 


le 


^rofeffor Dr. @$mibt. 


I b. 
III a. 


6 ®r$.|8 Znt 


4®r$. 


1 


1 


1 


ii 


4. 


*J}rofefior gering. 




3®ef$. 




|25>tfd>. 
,9 Sat. 
|4®efe&. 










1 1 
1 


18 


5. 


*profeffor ©rafjmann. 




4aWat^.4«Watf). 


43Ratlj. 

1 $faf. 


|2SleUg. 


i 
1 


| 




| 


19 


6. 


*)3rofeffor Dr. 93 arge 6. 


II a. 




6@r#. 


10 8dt.| 

2 ®r#.| j 








1 
1 






18 


7. 


$rofeffor <5aio. 


|29telig. 
II b. |2 fcrgf. 2 «rgf. '2 fcrtf. 10 8at 

1 1 1 |2 8rsf. 




1 








i 
i 


^ 


8. 


üUiuftfbtrector Dr. Sötte. 


f r a n f. 


9. 


Oberlehrer @tar)r. 


V a. 


| | 








ilO fiat. 
!2®eog. 


2®eog.J2®eog. 




16 


10. 


Drbentl. Mjrer ©alfam. 










42ftatr). 3a»a^.j33»a^. ojm^ | QS m rttfl 
1 $^f. l^atrf,l^atrf. 1 33Wat ^| 33Äatf '- 






j 


19 


11. 


Drbentl. Setjrer $itfd). 


III b. 








6@rdj. 
3®ef$. 




10 fiat. 




1 
1 




i 

1 


•sJ 


12. 


Drbentl. Seljrer ^ern. 


IV b. 










1 Sat. 
6®r$. 


1 


20ielig. 
10 Sat. 


i 




19 
20 


13. 


(Sofiaborator fiemcfe. 


IV a. 










2 ffrgf. |6 ®rdj. 


29telig. 
10 Sat. 


1 




! 


14. 


Sofiaborator 33 c t) c r. 


V b. 


2 £ebr. 2 £ebr.2 £ebr. 2 £ebr. 


| 






3 Steif g. 
2$tfd>. 
10 fiat. 


22)tfä. 
10 Sat. 




23 


15. 


ßollaborator (Saleboiü. 


VI a. 








1 
1 


4®ef#.'6 ©r$. 








22 


16. 


Hilfslehrer Äiofc. 


VI b 












|22)tf*. 
P Srgf. 
3®ef$. 








2SDtf*. 
10 8at. 

3$elig. 


19 
20 


17. 


£ilf$leljrer $funbr)eller. 










! I2$elig. 

astft. 

1 !2 §rgf. 


25)tf(|.L.. 1 

le®^. 3 ^ 9 ] 




18. 


©eminarijt Dr. 9latr)ufiu«. 










1 

1 






a«rgf. 
3®ef$. 


2S)tf$. 
3 grgf. 


Usfcetyi 




14 


19. 


©eminariji £ off mann. 




















3S4 


39?elig. 


4$e$n 
3®eog. 


13 


20. 


<Seminartft ©ufferoro. 


















39Mn3*Ke<fcn 
2SRaftt 20latrf. 


23fcatrf. 




12 

12 


21. 


Slefirer Oteufird). 




|3@*r.|3©*r.|3@dr.|3©^r. 


22. 


SKaler SWofh 
















23ei<$. 


2 3ei$. 


23ei*.J23ei^.J2 3ei^. 


23ei(^. 


> 


23. 


Drganiji £obt. 














1 ®efg. 


1 ®cfg. 


1 ®efg.jl ©efg. 


1 ©efg. 


i ©efg. 


24. 


£urnlef)rer 53 riet. 




1 1 1 1 1 1 


4 


25. 


@ef). 3fleb.=9l. Dr. S3er)m. 




1 1 1 1 1 1 1 II 


2 






32 


| 32 


| 32 


32 


30 


30 


1 31 


1 31 


1 31 


31 


| 29 


28 


391 



32 
öertljcilung tor fcttxontn unter bic $c\)xtx in bcr feiten $älftc lies jSommcrtjalbjaljrö 1866. 



tf 


£ c I) r c r. 


Drbtn. 


*ßrima. 
a. b. 


©ecunba. 
a. b. 


Serlia. 
a. b. 


Duavta. 
a. b. 


Duinta. 
a. b. 


@erta. 
a. b. 


®a. 


1. 


2)itector £ety bemann. 


I a. 


8 Sat. 
3®efdj. 




29teUg. 
3®ef$. 


i 


1 
I 






i 

i 




16 


2. 


$rofefforDr.®iefebre<H 




29telig.'29Wtg.! 
3£tfd).3£>tf$.i 






1 








10 


3. 


$rofeffor Dr. (getymibt. 


I b. 


6 ®r#.|8 Ut. 


4®r*. 




1 1 




1 1 


18 


4. 


^rofeffor gering. 


III a. 


3®ef$. 

I 






2<Dtf*. 
10 Sat. 
4®ef<fc. 














19 


5. 


$rofeffor ®ra$mann. 




4SKat^. 43Äatty. 42ttatb. 
2$fof.2$fo)f.l$fof. 


;2 «fleug. 
















19 


6. 


sßrofeffor Dr. karges. 


II a. 




6®r$. 


10 Ut 

2®r$. 


! 






| 


18 


7. 


^rofeffor (Salo. 


II b. 


2£ebvJ ~ , 


I29telig.| 
2ffrgf. |10 Sat. 

2 ffrtf. 1 ! 






1 
i 




> 


8. 


3Äu|tfbfrector Dr. Sötoe. 


f x a n f. 


9. 


Dbetldjter «Stafjr. 


V a. 






! i ! i 


;^;i2®eog.|2@eog. 




16 


10. 


Drbentl. Seljrer 93alfam. 






'49flat&. 33Wat$. 3ܻatb. 
!l9W.19fcatrt. matxt 


>H»i ! 1 I 


21 


11. 


©rbentl. Sekret $ttfd). 


III b. 






i6 ®rd).! 

i3@ef*.i 


10 Sat.j 




l 

1 






'^3 


12. 


Dtbentt. Sebrer jtern. 


IV a. 


| 




2<Dtfö. |ö @r$. 


£&!•*»■ 


| 






23 


13. 


(Sofiaboiator Semcfe. 


IV b. 




ta<Dtfö. 




6 ®idj. 




29teiig. 
10 Sat. 






1 
1 


20 


14. 


(Soflaborator Giaiebottn 


V b. 






i 


2M 
4®efö. 




6®rcfc. 




2<Dtfö. 
10 Sat. 


1 

! 


26 


15. 


$üf«ie$rer «Pfunb^eUer. 






2 £ebr. 


2 £ebr.J2 £ebr. 


2 9tgf. 


20teiig. 
2$>tfä. 


6 ®r#. 


30teltg.j39telig. 






24 


16. 


©emfnartft £ offmann. 


VI a. 






| | 


|2<Dif<&.| 

!3®ef$.; i | 


3 Stella,.! 

2£tf$.l 
10 Sat.' 


22 


17. 


©emtnarift ©uff er Ott). 
















i 


2^atrf.r Jiatlt - 


4$e$n 
29?atrf. 




19 


18. 


@eminarift .ftarmolji. 


VI b. 


1 i 








! i 




,30telig. 

|2S)tfd). 
110 Sat. 


15 


19. 


©eminarift Dr. @tier. 
















23)tf*.J3 mi 




4$eä> 
3®eog. 


12 


20. 


fielet- D^eufir*. 




1 


|3@d)r.|3€#r.|3<S<i)r.|3<§<$r. 


12 


21. 


3Äalcr 9flojt 




| 


1 






23ei$. 


23ei(^. 


2 Sei*. 


23ei*.|2Sei*. 

i 


2 Sei*. 


> 


22. 


Dtganift £obt. 




1 i 








1 ®efg. 1 ®cfg 


1 ®efg. 


1 ®cfg. 


1 ®efg. 


1 @efg. 


>J 8 


23. 


ZuxnUtjxtx 93 r i e t. 




III 1 1 1 1 


1 


4 


24. 


®efj. 3Rcb.*3t. Dr. üöeljm. 




1 "1 1 1 1 1 


1 


2 








32 | 


32 


32 


32 


30 


30 


31 


31 


31 


31 


29 


28 


391 



33 



ttefcetftcM 

Xtcr ftalipifd)cti $frl)ältm|)*e lifo ffitjmnofmtnö ml brr ^orfdjulc im Sdjuljoljre von ßl\ü)ad\$ 1< 

bte bal)in 1866. 





3tUgemeuter ßeijrplatu 


&er!)älttttffe fcer lv 






.Klaffen unb «Stunben. 


<S$üler. 


Slbiturienten. §Sf 


8 c i) t e r. 


gädjer. 


I. 
a. b. 


II. 
a. b. 


III. 

a. b. 


IV. 

a. b. 


V. VI. 


s 
s 

(1 


3m 






würben 
entlaffen 


(Stubiren «j. 


„_ _ 


a. b. 


a. b. 


roo? 


rcaäfl 


_ - - 

1. $)iiector $en&emann. 


Dtdigion. 


1 

2 1 2 


»I 2 


3 


3 


28 


l a. 


27 


19 


mitbem 




«erlin 


6 


£t)eologtÄ 


2. $rofeffor Dr. ©ief*bred)t. 


2)eutfcr). 


3 ! 2 


2 ! 2 


2 


2 


26 


I b. 


25 


33 


ßeug* 




iöonn 


4 


Xr)eol. ufl 


3. ^rofeffor Dr. &d)mifct. 


gatetntfdj. 


8 | 10 


10 


10 


10 


10 


116 


II a. 


41 


44 


nifj ber 




(Erlangen 


1 


^biloiogfl 


4. $rofeffor $mna. 


©rie^ifdj. 


6 6 


6 


6 


— 


— 


48 


II b. 


47 


41 


Steife. 


25 


©bttingen 


1 


^f)iIologil 


5. Hkofeffor ©ra&:nann. 


gran$öftfd). 


2 


2 


2 ! 2 


3 


— 


22 


III a. 


48 


49 






©reifämalb 


5 


ftecfctöimil 


6. ^rofeffor Dr. VatQts. 


®ef<fcicr)te u. 


* 3 


3 


4 3 





2 3 


35 


III b. 


59 , 62 






$aUe 


2 


SlrjneifbeJ 


7. ^rofeffer €alo. 


@eograpr)ie. 


s 










IV a. 


57 j 57 






^eioelberg 


1 


®ef*id?t| 


8. SNufifbfrectcr Dr. föm. 

9. Oberlehrer Sta\)t. 


gßatijemaitfu. 

Stedmen. 


V 


4 


3 


3 


3 


4 


42 


IV b. 
V a. 


64 57 
46 i 44 






9ii$t gum 
©tubium 




Sorftfadj 1 
Solbat 


10. Drbentl. 8et)rer |Balfam. 


mm 


2 


1 


_ _ 


— 


— 


6 


V b. 


44 


46 






gingen über 


5 




11. Drbentl. £er)rer pitfd). 


Dlaturfunbe. 


ß) 


— 


1 — 


2 


2 


10 


VI a. 


52 


59 












12. Drbentl. Ser)rer $Urn. 


3eiämen. 


( 


4 


) 2 


2 


2 


16 


VI b. 


49 


54 












13. (Sollaborator femcke. 

14. (Soflaborator |3*tter. 


(Schreiben. 


(2) 


(2) 


1 


3 


3 


12 
8 
















£ma. Iö59 565 1 1 25 


lasi 

1 !' 


15. (Sollaborator Calebon). 

16. £tlf$ler)rer £löi». 


(Sngliftfy. 
®efang. 


(2.2) 
( 


(2) 
2 


(2.2) - 

) 1 1 


1 


1 


10 

8 


Slufgenommen fünb 110, abgegangen 116. 


17. £ilf$lef)rer f)fun*!)eUcr. 

18. Jg>itföle^rer Dr. ttatbuftue. 
1 19. (Seminarijt gofmann. 


Xurnen. 


( 




4 




) 


4 


&orfd?ule. 


1 9Q 

(Summa 30 j 30 30 31 31 jj 391 


Db. Äl. 

mm 


58 
46 


57 

43 


20. (Seminar itf ©u([erottJ. 

21. <g einwarf ji $ä)üly 


93on biefen «Stunben fallen bie eingeflammerten 
au$ert)alb ber <Sd)ul$eit. 


Untere 


52 


47 


22. Seminaiifi Dr. &tter. 


33orf<#ule* 


<8ma. 


156 147 


23. (seminauft ^armotjl. 

24. Setjrer HeuMrd). 


Säcfjer. 


Dbere «Mittlere j Untere 


ä 

s 


aufgenommen 67, abgegangen 58. 


25. 2Mer JBoft. 

26. £urnler)rer prut. 

27. ®er). Sfleb.^atr) Dr. pelmt. 




Ä l a f f e. 






Religion. 


3 3 


3 


9 




28. Drganift $oM. 

29. Sefyrer (Bamm- 


2)eutfcr) unb 
ßefen. 


J 10 7 


6 


23 




30. ßefyrer ÜDittenboflcn. 


©eograpljie. 


1 


— 


i h 


1 






^ectynen. 


6 


4 


5 3 


14 






Schreiben. 


5 


4 


4 6 


14 






/Z? _-__ 


1 


■^M 




■MiM 

























UNIVERSITY OF ILLINOIS-URBANA 

A71C2 WN YH CO 01 

EINIGE BEMERKUNGEN ÜBER DEN NAPOLEONISCH 




3 0112 023662866